Gamsig

Erstveröffentlichung

Gamsig (1996)

Musik und Text

Konstantin Wecker, Jo Barnikel
Konstantin Wecker

Abdruckrechte

Fanfare Musikverlag Edition

Hörbeispiel

Studio 1996

Gamsig, gamsig, gamsig ...

I hobs ja gwußt, jetz is soweit,
so lang allein die ganze Zeit -
natürlich nur an dich gedacht,
jetzt überkommts mich in der Nacht.
Ist denn da keine, die für sich
nur an das eine denkt wie ich,
viel zu erregt, um all die Lust
verstaut zu lassen in der Brust?

Gamsig, gamsig, gamsig ...

Es menetekelt meine Stirn,
verbrennt die Restbestände Hirn.
Gestatten: Wecker, unbeweibt,
wär Ihnen gerne einverleibt!
Die Kirchenglocken - Blasphemie -
tengeln erotisch wie noch nie,
und selbst das Straßenbahngeschell
erregt mich Armen sexuell

Wo ist es, das befreite Weib,
das sich vergeht an meinem Leib,
das mich mißbraucht gleich vor der Bar,
dann raucht und fragt wie gut sie war.
Bin nicht der Traum für jede Frau,
doch war der Himmel heit so blau -
und gamsig war i heit wia´d Sau.

Gamsig, gamsig, gamsig ...

Ich bin geradelt, bin gejoggt,
hab Holz gehackt, dem Herrn frohlockt,
suchte am Berg den Hintersinn,
dann jagte ich die Sennerin.
Ich brauche keine Therapie,
will doch nur unbeherrscht wie nie
den Brüsten einer prallen Frau
verfallen bis zum Supergau!

Wo ist es, das befreite Weib,
das sich vergeht an meinem Leib,
das mich mißbraucht gleich vor der Bar,
dann raucht und fragt wie gut sie war.
Bin nicht der Dream für jede Frau,
doch war der Himmel heit so blau -
und gamsig war i heit wia´d Sau.

Gamsig, gamsig, gamsig ...

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