Den Parolen keine Chance

Erstveröffentlichung

Uraufgeführt bei Hamburg Sounds NDR 90,3 - live in Hamburg, 23.3.2017

Musik und Text

Konstantin Wecker, im Refrain eine Melodie von Ludwig van Beethoven zitierend
Konstantin Wecker

Abdruckrechte

Sturm & Klang Musikverlag

Den Parolen keine Chance
lasst sie nicht ans Tageslicht
lasst sie in den Grüften modern
öffnet ihre Gräber nicht

Volk, Nation und Vaterland
sind ihr krudes Kampfgebrüll
alles was dadurch verbrochen 
war doch längst entsorgt im Müll.  

Wenn sie jetzt den Menschenfängern 
wieder aus den Mäulern sprudeln
lasst sie ungehört verdorren
lasst euch nicht dadurch besudeln. 

Kriege mit Millionen Toten 
haben sie uns eingebracht
Folter, Mord und Diktaturen -
Siegeszug  brutaler Macht. 

Nein ich hör nicht auf zu träumen
von der herrschaftsfreien Welt
wo der Menschen Miteinander
unser Sein zusammenhält. 

Lasst uns jetzt zusammen stehen
es bleibt nicht mehr so viel Zeit,
lasst uns lieben und besiegen
wir den Hass durch Zärtlichkeit. 

Nennt mich gerne einen Spinner,
Utopisten und naiv,
doch ich will nicht akzeptieren
was da aus dem Ruder lief. 

Es gibt sicher schön’re Lieder
wohlgefällig ausgedacht
doch ich glaube, hin und wieder
ist ein Aufschrei angebracht. 

Ja, ich hab’s schon oft besungen
doch ich wiederhol’ mich gern
damals war das Schreckgespenst
zwar bedrohlich, doch noch fern 

aber jetzt sind die Gespenster
wieder mal aus Fleisch und Blut
und es darf nicht mehr erwachen
was in ihnen drohend ruht! 

Nein, ich hör nicht auf zu träumen
von der herrschaftsfreien Welt
wo der Menschen Miteinander
unser Sein zusammenhält. 

Lasst uns jetzt zusammen stehen
es bleibt nicht mehr so viel Zeit,
lasst uns lieben und besiegen
wir den Hass durch Zärtlichkeit.

 

Nachdruck und jedwede weitere Veröffentlichung nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung der Rechteinhaber!