Konstantin Wecker ist Klavierspieler des Jahres 2016

19.04.2016

Meine Finger sagen, was ich will

Für Konstantin Wecker ist ein Leben ohne das Spiel mit den Tasten nicht denkbar. Nun wurde der Münchner Liedermacher zum „Klavierspieler des Jahres 2016“ gekürt, und reiht sich damit unter anderem neben Helge Schneider und Dr. Götz Alsmann ein. Bei der Preisverleihung durch den Bundesverband Klavier e.V. sagte der Musiker: „Ich fühle mich geehrt. Zumal mich in den Achtzigern ein  Kritiker nur als ‚singenden Klavierspieler‛ beschrieb, und nicht als Pianisten. Obwohl ich mich damals ärgerte, kann ich nun zugestehen, dass er recht hatte. Denn von den technischen Fähigkeiten eines klassischen Pianisten bin ich weit entfernt. Doch ich denke, ich habe meine zehn Finger ganz gut auf das eingerichtet, was ich sagen will.“

Doch Konstantin Wecker bekennt nicht nur mit den schwarz-weißen Tasten Farbe. So kritisierte der bekennende Pazifist auf der Frankfurter Musikmesse die Verleihung des „Echo“ an die umstrittene rechtslastige Band „Frei.Wild“: „Niemand regt sich darüber auf. Doch wir Künstler müssen uns gegen den Rechtsruck in Europa wehren, uns unsere Empathie nicht ausreden lassen und die Willkommenskultur erhalten.“

Konstantin Wecker ist noch bis Anfang Mai mit seinem aktuellen Programm „Ohne Warum“ zu erleben. Anfang Juni startet er mit seiner Band zur großen Sommertour „Revolution“.  

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