Wecker liest Rilke - die neue CD, ab 27.4.2012 im Handel

08.05.2012

Die neue CD "Konstantin Wecker liest Rilke" (Laut & Luise 010) ist seit 27.4.2012 im Handel.

Bestellmöglichkeit:
www.amazon.de

Mit seinem neuen Hörbuch widmet sich Konstantin Wecker dem Dichter Rainer Maria Rilke.
Diese CD schenkt den Zuhörern etwas, das alle in diesen unruhigen und stürmischen Zeiten so nötig haben: Augenblicke zum Innehalten. Aus diesem Grund hat der Münchner Liedermacher eine ganz persönliche Auswahl von Lieblingsgedichten seines großen Vorbilds Rainer Maria Rilke zusammengestellt. Dessen Werk lernte er bereits im Alter von 14 Jahren kennen und es hat ihn seit nunmehr 50 Jahren nicht mehr losgelassen: „Rilke verstand es wie kein anderer, die inneren Sehnsüchte der Menschen sowie das Unbewusste in uns zum Klingen zu bringen. Und er tut es noch heute.“

Bei der Entstehung der CD entdeckte der Lyriker Konstantin Wecker jedes Gedicht wieder ganz neu und es war ihm eine Herzensangelegenheit, diese wundervolle Kraft der Verse nun auch weiterzugeben. Gemeinsam mit seinem Produzenten Flo Moser zog er sich in die Toskana zurück, um sich in der Abgeschiedenheit seines schon lange nicht mehr genutzten Tonstudios mit dem Werk von Rilke auseinanderzusetzen. Herausgekommen sind 41 Gedichte, die der Musiker rezitiert und mit dem Klavier begleitet: „Ich habe die Gedichte nicht als Schauspieler, sondern als Sänger gelesen, denn für mich war Lyrik schon immer mit der Musik verwandt.“ Aus Respekt vor den Wortklängen seines Lehrmeisters hielt sich der Liedermacher und Komponist mit seinen Tasten-Improvisationen dezent zurück: „Die neuen Melodien sollen die Gedichte nicht vertonen, sondern zu ihnen hinführen.“
Mit dem Hörbuch „Wecker liest Rilke“ möchte der Lyriker und Sänger die Zuhörer und Zuhörerinnen für die Poesie dieses unvergleichlichen Dichters begeistern: „Lyrik will gehört werden, und ich rate jedem, der noch keinen rechten Zugang zur Lyrik gefunden hat, sich Gedichten erst mal wie der Musik oder einem Mandala zu nähern, sich ohne Sicherung in die Bilderfluten zu stürzen.“

Konstantin Wecker gelingt es Rilkes Verse lebendig zu machen. Das macht diese CD zu einem Geschenk der Besinnung in einer unruhigen Zeit.

Konstantins Begleittext:
Die Aufnahmen für dieses Hörbuch entstanden im Januar 2012 in der Toscana. Ich hatte einige Wochen Zeit, mich wieder in das Werk des Meisters zu vertiefen, und dank heutiger technischer Möglichkeiten genügten ein Laptop und gute Mikrofonierung, um meinen geliebten, fast hundert Jahre alten Blüthner-Flügel und meine Stimme im Wohnzimmer meines Hauses aufzunehmen.
Der leider oft unbespielte Flügel wurde von einer Freundin, der Klavierbauerin Martina Brendt, kurze Zeit vorher auf dieses für ihn sicher große Ereignis vorbereitet und eingestimmt, und Flo Moser, mein geschätzter Kollege und Produzent, hat sich der tontechnischen Belange angenommen.

Fast einen ganzen Monat in Rilke eintauchen zu dürfen ist ein Geschenk. Auch wenn wir manchmal Tonprobleme hatten mit schallenden Gewehrschüssen, bellenden Hunden und kreischenden Wildschweinen - man bläst um diese Zeit leider immer noch gern zur Jagd in Italien - und wir dadurch oft die eine oder andere Passage wiederholen mussten: es hätte sich nicht besser fügen können. Diese Gedichte in der ansonsten samtenen Ruhe der winterlichen Toscana zu erleben bedeutet, sich selbst wieder ein Stück näher zu kommen.

Kein Rilke-Vers, der nicht auf das Credo seines Gedichtes „Archaischer Torso Apollos“ verweist: „Du musst dein Leben ändern.“
Meine kleinen Klavierkompositionen sind dabei eher Improvisationen, entstanden aus der Verzückung des Augenblicks, zarte Hinführungen, nicht Vertonung, sondern ausschließlich Impression.
Wenn es mir gelingt, damit zu erreichen, dass der Hörer Lyrik nicht mitdenkt, sondern mit allen Sinnen erlebt, würde mich das glücklich machen.

Lassen Sie sich von Rilke bannen und überraschen ohne ihn gleich interpretieren zu wollen. Erleben Sie seine Worte wie Musik, lassen Sie sich von den Bilderfluten umspülen, ähnlich wie beim kontemplativen Betrachten eines Mandalas.
Ich jedenfalls nähere mich auf diese Weise der Poesie seit über 50 Jahren, und so will ich auch meine Lesung verstanden wissen: Nicht als Interpretation, sondern eher als einen „großen Gesang“.

Vielleicht würde ich schon morgen wieder einiges anders betonen, in einer anderen Tonlage sprechen, anders verstehen - und so sehe ich dieses Hörbuch eher als eine Momentaufnahme eines Bewunderers dieser großartigen Dichtkunst.
Die Auswahl der Gedichte ist rein subjektiv und kann Ihnen nur vermitteln was m i r am wertvollsten erscheint.
Und nun wünsche ich Ihnen die gleiche Freude, die mir vergönnt war, als ich diese Gedichte gesprochen habe.

zurück