Schwabinger Kunstpreis (Ehrenpreis) für Konstantin Wecker

07.07.2010

Die vom Kulturreferat der Stadt München vergebenen Schwabinger Kunstpreise gehen im Jahr 2010 an den Regisseur Dominik Graf, den Autor Zé do Rock und an Konstantin Wecker (Ehrenpreis). Die Verleihung durch Oberbürgermeister Christian Ude fand am 6.7.2010 im Verwaltungszentrum der Stadtsparkasse statt. Die Laudatio für Konstantin hielt Andreas Giebel.

Die Jury zum Ehrenpreis für Konstantin Wecker:

"Konstantin Wecker ist nicht nur ein Ur-Münchner Gewächs, er ist auch seit früher Jugend mit der Schwabinger Kleinkunstszene verbunden. Sein ganzes, schier unüberschaubares Werk verströmt den (Frei)-Geist, für den die Schwabinger Künstlergemeinde einst stand: Standhalten gegen Mehrheiten und Mainstream, sich als Mensch und Künstler nicht verbiegen lassen – und das seit 40 Jahren. „Genug ist nicht genug – schon schweigen ist Betrug“, hieß die erste, über die Grenzen Bayerns hinaus berühmt gewordene LP von 1977 mit dem „Willy“-Lied, das zum Kultsong einer ganzen Generation wurde. Und diesem Prinzip folgte Wecker bis heute. Sei es als Solist oder in der Zusammenarbeit mit anderen, zum Beispiel mit Regisseur Helmut Dietl (Musik zur ARD-Serie „Kir Royal“ und zu „Schtonk“) oder mit Michael Verhoeven („Die Weiße Rose“), sei es beim Konzert zur 200-Jahr-Feier des Englischen Gartens vor 150 000 Zuschauern oder als Erzähler von Oskar-Maria-Graf-Texten („Das bayerische Dekameron“, Hörbuch), sei es als Autor, der entwaffnend ehrlich von der „Kunst des Scheiterns“ berichtet, als Lyriker, Produzent von Kindermusicals oder als „Forever-Young“-Rocker – immer geht es ihm um einen klaren Standpunkt, um das „Schmerzvoll lebendig“-Sein. Künstlerisch schöpft der Sohn eines Opernsängers dabei aus einem tiefen Urgrund. „Ich gestatte mir Revolte“, hieß eine Tournee - dieser Weckersche Geist ist in heutigen Zeiten wichtiger denn je. "

Quelle:

www.muenchen.de

zurück