Was für eine Nacht ...

Kategorie

Pressespiegel

Veröffentlichungsdatum

21.10.2008

Quelle

Kulturseiten

... Heilbronn: "Wecker, auf seiner Herbsttour "Was keiner wagt" noch immer der alte Rebell, hat mit raureifer Stimme dem Publikum in der Harmonie ein Konzert aufgetischt, das seinesgleichen sucht ... Was für eine Nacht, in der die Emotionen im Zugabenblock noch einmal hochkochen ... Nach über drei Stunden steht fest: Wecker ist ein großer Liedermacher, der für seine Überzeugung kämpft, eine Instanz in Sachen Poesie und ein Mensch, der zu seinen Schwächen steht. Kurz: für viele ein Vorbild."

... Biberach: "In der restlos ausverkauften Gigelberghalle hat der Liedermacher mit seinem Liederbogen aus vier Jahrzehnten einen Konzertabend geboten, der seinesgleichen sucht und seiner Fangemeinde Wärme und Halt bot."

... Mannheim: "Seine Kraft und Echtheit liegt ihm einfach im Blut. Wecker beherrscht die lauten und die leisen Töne. In der Poesie, der Erotik und in seinen politischen Botschaften. Und immer mit etwas Schalk in den Augen. Wecker jazzt, rockt und rezitiert in hemmungsloser Emotionalität."

... Wuppertal: "Konstantin Weckers Sinn für Humor ist ungebrochen. Wie eh und je verpackt er seine Kritik in amüsante Plaudereien, wie eh und je liebt ihn sein Publikum dafür ... so sicher wie sein rollendes R ist auch heute sein Aufruf zum Mut zur Außenseiter-Position und zur Zivilcourage."

... Erfurt: "Er kann es auch mit 61 wie eh und je - singen, virtuos Klavierspielen, in Tönen schwelgen ... Wecker gelang, was ihm immer gelingt, wenn er eine Bühne hat und ein waches Publikum: Er warf das Lasso aus und die Zuhörer ließen sich willig einfangen."

"Auf den Sitzen hält es gegen Ende des Konzertes niemanden mehr. Einige Male wird Wecker mit Standing Ovations auf die Bühne zurückgeholt. Nach drei Stunden erst ist der Abend für ihn in Erfurt vorbei. Mit seinem Werk ist der Liedermacher aber noch lange nicht am Ende. Dafür tut sich zu viel 96 oder zu wenig? - im Land."

... Bamberg: "War er früher kämpferisch und verschwitzt auf der Bühne gestanden, ist er heute kabarettistisch und verschmitzt ... Vier Musiker spielen mit ihm, geben seiner starken Stimme Kraft ... Zu fünft schafften sie es, dass sich das Publikum erhebt und bis halb zwölf tanzt."

... Frankfurt: "...der 61 Jahre alte Liedermacher präsentiert sich agil wie einst im Mai, als er samt Begleitquartett die mit lila Stoffbahnen dekorierte Bühne der Frankfurter Jahrhunderthalle betritt ... Aber Wecker sprüht nicht nur, wenn er das Sprachrohr für unzufriedene Altlinke gibt. Überzeugt er doch vor allem auch als vituoser Musiker, wenn er sich mit Bandleader, Ko-Pianisten und Langzeitbegleiter Jo Barnikel heiße Gefechte auf schwarzweißen Tasten liefert."

"Lieder aus vier Jahrzehnten präsentierte er - keineswegs die übliche Werkschau, sondern Perlen aus dem eigenen Fundus, die man lange nicht mehr konzertant erlebte ... Der lyrische Wecker zitierte Tucholsky oder Goethe, schon immer Inspiration für seine aufrüttelnden, klugen und Unrecht beim Namen nennende Texte ... Wie gewohnt dauerte der Zugabenblock noch einmal fast so lange wie eine Konzerthälfte. Er ist halt immer noch ein Bühnentier, das dem begeisterten Publikum alles gibt ... Mit dem Liebeslied "Inwendig warm" endete schließlich ein Abend, der viel mehr war als ein Konzert. Eher eine Weihestunde mit hochrangigem Liedgut."