Das Nordlicht und der Bayer im Park

Kategorie

Pressespiegel

Veröffentlichungsdatum

18.06.2003

Quelle

Aachener Nachrichten

Jülich. "Was für eine Nacht": Hannes Wader und Konstantin Wecker, zwei ganz große, gegensätzliche und doch seelenverwandte Künstler, starteten auf der Bühne des Jülicher Brückenkopf-Parkes eine Zeitreise durch die deutsche Liedermacher-Tradition der letzten drei Jahrzehnte.


"Gut wieder hier zu sein", so der erste von vielen Titeln, mit denen die beiden ihr Konzert begannen und in dem sich das typische Folk-Feeling Waders und die kontrastreichen und kritischen Titel Weckers zu einem trefflichen Duo vereinigen.

Das kühle Nordlicht und das Energiepaket mit dem bayerischen Akzent waren die "Haudegen" der 70er Jahre. Nun sind ein wenig leiser geworden, aber ihre Pfeile gegen Dummheit, Ignoranz und Heuchelei sind noch immer scharf geschliffen und treffen mitten ins Herz, wie bei "Willi" deutlich wurde.

Wecker aktualisiert ständig seinen Song "Willi"

In diesem Song, den Wecker immer wieder aktualisiert, sucht er das Gespräch mit seinem toten Freund Willi, greift Vergangenes auf und berichtet von aktuellen Ereignissen. Der eine an der Gitarre, der andere am Piano - so schwelgten Wader und Wecker in Erinnerungen und betrachteten aktuelle Ereignisse durch ihre eigene, ganz gewiss nicht rosarote Brille.

Die 1200 Zuschauer unterm Zeltdach erlebten einen emotionsgeladenen Abend mit zwei alten Recken,die ihr Handwerk besten verstehen. Begleitet wurden die beiden Musiker von Jo Barnikel (Keybord) und Norbert Nagel (Saxophon, Klarinette, Flöte).