Bis zur Premiere wird eifrig getrommelt

Kategorie

Pressespiegel

Veröffentlichungsdatum

17.07.2002

Quelle

Cuxhavener Nachrichten

Bis zur Premiere wird eifrig getrommelt

Bei der Premiere des "Dschungelbuchs" holt Christian Berg Kinder auf die Bühne

suh. - Am Sonnabend, 27. Juli feiert das Kindermusical "Das Dschungelbuch" von und mit Christian Berg im Schlossgarten Premiere. Bis dahin laufen die Proben des fünfköpfigen Ensembles in der Tanzschule Beuss auf Hochtouren.

"Eins, zwei, drei, vier und dann kommt ein Fünfer", gibt Henriette Grawwert den Takt vor. Seit zwei Jahren arbeitet die 23-Jährige mit Christian Berg zusammen. Genau wie bei dessen letztem Musical "Pettersson und Findus" zeichnet sie für die Choreografie verantwortlich. Heute studiert sie mit ihren vier Mitstreitern das Trommelfinale ein. "Noch einmal mit Konzentration bitte, ihr dürft nicht gleich schlagen."

Die fünf sitzen auf ihren südamerikanischen Trommeln und hören Henriette Grawwert aufmerksam zu. Alle scheinen sich der drängenden Zeit bewusst. "Jetzt weiß jeder, wo er während der einzelnen Szenen zu stehen hat", erläutert Regisseur Christian Berg. Er hat kein Problem damit, das "Zepter" bei der Choreografie aus der Hand zu geben. "Hier macht jeder das, wovon er am meisten Ahnung hat."

Seine Ansprüche an das Stück, seine Darsteller und sich selbst sind hoch. "Meiner Meinung nach kann es gar keine Unterhaltung nur für Kinder geben. Wir gehen an diese Produktion genauso ernsthaft heran, als wäre es Erwachsenenunterhaltung", so Berg. Auch Konstantin Wecker, der die zwölf Musikstücke für das Musical beisteuerte, sei "nur für Tralala auch nicht zu haben" gewesen.

Christian Berg liegt viel daran, dass Kinder ernst genommen werden. "Ich mache Kindertheater so, wie ich es mir als Kind selbst immer gewünscht habe", so Berg. Dabei setzt er auch auf Interaktion mit diesen.

Während des Stücks möchte er Kinder auf die Bühne holen und sie fragen, wie die Handlung weitergehen soll. "Wir erzählen das ´Dschungelbuch´ auf unsere Art. Ich werde nicht mit dem moralischen Vorschlaghammer auf die Kinder einhauen; mir geht es eher darum, dass sie auch etwas mit nach Hause nehmen."