Kommt zur Demo in München!

12.02.2016

Liebe Freunde,
gemeinsam mit Mitgliedern der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) werden wir morgen, Samstag, den 13. Februar 2016, an den Demonstrationen, Kundgebungen und Konferenzen der Friedensbewegung in München, anlässlich der sogenannten NATO-Sicherheitskonferenz (SIKO), mitwirken.
Eine jetzt ausgehandelte Feuerpause unter der Federführung der USA und Russland soll humanitäre Hilfe für die Menschen in Syrien ermöglichen und die ausgesetzten Friedensverhandlungen zwischen den Konflikt- und Kriegsparteien in Genf befördern.
Die Friedensbewegung fordert den Stopp aller Waffenlieferungen in diese Kriegsregion als Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden.
Dazu findet nach der Umzingelung des Tagungsortes der SIKO eine internationale Friedenskonferenz zum Thema Krieg, Armut, Flucht im Münchener Gewerkschaftshaus statt.
Wir erleben eine dramatische Zunahme von kriegerischen
Auseinandersetzungen wie z.B. in Syrien, Libyen, Irak, Türkei, Afghanistan, Jemen. Mehr als 60 Millionen Flüchtlinge weltweit sind Opfer von Krisen und Kriegen, viele darunter befeuert durch Rüstungsexporte und Kriegseinsätze auch von den NATO-Staaten. Kriege um Ressourcen - auch um den Rohstoff Öl - haben blutige Spuren vor allem im Nahen und Mittleren Osten, sowie in den Nordafrikanischen Ländern gezogen.
Weltweite dramatische Klimaveränderungen, verursacht auch durch neoliberale Globalisierung, haben beim UNO-Klimagipfel in Paris alle Staaten gezwungen, den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern wie Kohle und Öl zu vereinbaren.
Die Lebensgrundlagen in vielen Teilen der Welt sind zerstört und werden ohne grundlegende Änderung der Weltwirtschaftsordnung noch mehr Menschen zur Flucht treiben. Der seit 2001 ausgerufene sogenannte „Krieg gegen den Terror“ hat laut der internationalen Ärzteorganisation IPPNW allein in den Ländern Irak, Afghanistan und Pakistan mindestens 1,3 Millionen Menschen das Leben gekostet.
Nun werden statt Fluchtursachen Flüchtlinge militärisch bekämpft, so z.B. durch geplante Militäreinsätze im Mittelmeer.
'Die existierende Weltwirtschaftsordnung trägt zu weltweiter Armut und Perspektivlosigkeit bei, ein Nährboden für Terrorismus. Religiöser Fanatismus und Gewalt greifen um sich, wie wir leidvoll in Paris, Istanbul und in anderen Städten erleben mussten. Deshalb setzen wir uns für eine solidarische Welthandelsordnung, für eine ökologische und aktive Friedenspolitik ein. Wir brauchen eine Politik die sich an den (Über)-Lebensinteressen aller Menschen orientiert.
Mit einem gigantischen Rüstungsprogramm von 130 Milliarden Euro will Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Bundeswehr hochrüsten. Noch höhere Rüstungsausgaben, mehr und bessere Waffensysteme für die Bundeswehr heißt nichts anderes als mehr Krieg.
Das werden wir nicht widerstandslos hinnehmen
Kommt zur Demo in München und zeigen wir den Herrschaften, dass wir ihre Kriegspolitik nicht unterstützen.

 

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