Habt ihr etwas für unabhängigen Journalismus übrig?

27.03.2017

Liebe Freundinnen und Freunde,

meine Mitarbeiter und Freunde Roland Rottenfußer und Holdger Platta rufen in einem Artikel

http://hinter-den-schlagzeilen.de/2017/03/27/habt-ihr-etwas-fuer-unabhaengigen-journalismus-uebrig/

zu Spenden für das von uns gemeinsam betriebene Webmagazin „Hinter den Schlagzeilen“ auf. Ich kann diesen Aufruf nur von ganzem Herzen unterstützen. Roland, Holdger und mit ihnen dutzende gute Autoren und ein paar freundliche Helfer und Informanten leisten Großartiges, indem sie unermüdlich und mit viel Idealismus Artikel schreiben, Beiträge verlinken, auf politische Aktionen aufmerksam machen und Lieder heraussuchen, um der hierzulande immer noch im Schatten stehenden Liedermacherszene ein Forum zu bieten. 

„Wir sind von Gehältern unabhängig und hoffen dennoch eine gehaltvolle Seite zu gestalten“, schrieb ich vor Jahren in einem Beitrag über „HdS“. Das stimmt, aber ist das Gehalt zu klein, wird es auch zunehmend schwieriger, Gehaltvolles hervorzubringen. Es drohen Erschöpfung und eine gewisse Abnutzung, da der Lebensunterhalt ja überwiegend anderswo verdient werden muss. HdS wird bis heute ausschließlich aus meiner Tasche finanziert, und gemessen daran, was die Seite bisher „erwirtschaftet“ hat – nämlich keinen Cent – war das gewiss nicht wenig. Ich werde das auch weiterhin tun, aber die Zeit- und Energieressourcen „meiner“ Redakteure stoßen an ihre Grenzen.

„Es geht ums Tun und nicht ums Siegen“ – ich stehe nach wie vor zu diesem Satz. Aber Teilerfolge, kleine Siege wären schon mal schön, nach Jahren des unentgeltlichen Rackerns meiner Mitarbeiter. Mit Sicherheit könnten wir durch ein höheres Budget mehr erreichen, um unsere Themen voranzubringen und einem politischen Umfeld zu trotzen, das sich zwar stetig wandelt, jedoch fast ausschließlich in die falsche Richtung. Ich brauche das hier im Einzelnen nicht aufzuführen: Rechtsruck im Inland, neuer Despotismus im Ausland, Überwachung und Verarmungspolitik, die Rückkehr kalter wie heißer Kriege und eine unerträgliche geistiger Verflachung schreien geradezu nach kultureller Gegenwehr.

Meine Mitarbeiter engagieren sich stets vorbildlich für die Belange von Not leidenden und Außenseitern der Gesellschaft, haben sogar eine Griechenland-Spendenaktion auf die Beine gestellt, die bisher über 100.000 Euro erbrachte. Ihre eigene Situation, die von hohem Arbeitsdruck bei geringer Bezahlung gekennzeichnet ist, gerät dabei leicht aus dem Blickfeld. Es wäre nur gerecht, wenn sich in dieser Situation auch Leserinnen und Leser, soweit es ihre Mittel zulassen, an der Finanzierung beteiligen würden. Weitere Freiräume, die durch eine finanzielle Besserstellung von HdS geschaffen werden könnten, sind: ein besserer Auftritt der Webseite, Honorare für Stammautoren, mehr Zeit für Vernetzung und PR, für Recherchen und Leserkommunikation.

Ich bitte alle, die „Hinter den Schlagzeilen“ für wichtig halten und es sich leisten können, um ihre Mithilfe. „Freunde rücken wir zusammen, denn es züngeln schon die Flammen, und die Dummheit macht sich wieder einmal breit.“

Herzlich Konstantin Wecker.

Hier unsere Spendenkontonummer:

Inhaber: IHW

IBAN DE 09 2605 0001 0056 0608 74
BIC: NOLADE 21GOE
Stichwort: HdS

Sparkasse Göttingen

Spendenbescheinigungen auf Wunsch bei:

Peter Latuska
Theodor Heuss Str. 14
37075 Göttingen
Email: latuskalatuska@web.de

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