Gestern war der letzte Tag, an dem man sagen konnte, Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt

25.09.2017

Liebe Freunde,
in seinem unbedingt lesenswerten Beitrag zur Wahl schreibt mein Freund Roland Rottenfusser in meinem Webmagazin „Hinter den Schlagzeilen“:
„Wir brauchen mehr soziale Güte, Anarchie und Pazifismus. Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden hatten wir schon – alle Altparteien faseln davon, die Ergebnisse sind Hartz IV-Schikanen, ein hochgerüsteter Überwachungsstaat und tote afghanische Kinder. Verscheuchen wir den Spuk dieser national-neoliberalen Episode. Starten wir durch in eine pazifistische, sozial-libertäre Republik – jetzt erst recht!“
Und das sehe ich ganz genauso.
Wir haben es befürchtet und nun ist das eingetreten, was in Deutschland nie hätte passieren dürfen: eine rechtspopulistische Partei mit teilweise rechtsradikalen Mitgliedern zieht in den Bundestag ein.
Gestern war der letzte Tag, an dem man sagen konnte, Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt.
Völlig richtig schreibt heute Georg Diez im SPIEGEL:
„Es geht der AfD ja um nicht weniger als ein anderes Land, eine andere Sicht auf die Geschichte, die Verbrechen, die Schuld der Deutschen, es geht darum, die "Leistungen" deutscher Soldaten zu würdigen und damit ein künstliches Selbstbewusstsein zu konstruieren, das an einen kranken Nationalismus appelliert, der millionenfachen Tod und den Mord an den Juden Europas verursacht hat“.
Der Berater des UN-Menschrechtsrates Jean Ziegler spricht von einer weltweit erstarkenden Zivilgesellschaft und ihrem solidarischen Kampf gegen Ausbeutung und Gewalt. Der bewundernswerte 83-jährige sagt: „...was mich angeht, so werde ich den Kampf fortsetzen und ich werde nicht aufgeben.“!
Ich will versuchen es ihm gleich zu tun, zusammen mit Millionen Bürgerinnen, die sich weiter für Flüchtlinge engagieren werden und jeder Form von Rassismus und Faschismus „Sage Nein“ entgegenrufen.
Lassen wir uns von Mahatma Gandhi ermutigen:
„Zuerst ignorieren sie euch, dann verspotten sie euch, dann bekämpfen sie euch, dann gewinnt ihr.“

 

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