Zur geschäftsmäßigen Sterbehilfe

07.11.2015

Liebe Freunde,
Vereine oder Einzelpersonen dürfen künftig keine Beihilfe zum Suizid als Dienstleistung anbieten. Es drohen bis zu drei Jahre Haft, wenn einem Sterbewilligen, etwa einem unheilbar Krebskranken, geschäftsmäßig ein tödliches Medikament gewährt wird.
Wolfgang Gehrke, Mitglied des Bundestags, die LINKE, lässt über die sozialen Netzwerke verlautbaren: »Abstimmungsergebnis: Deutschland driftet in einen reaktionären Klerikalismus.«
Unser Leben gehört nun mal ausschließlich der Kirche und dem Vaterland.
Ein Blick auf die Stimmenverteilung zeigt, dass eine eindeutige Mehrheit für den Entwurf, der auch von Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gestützt wurde, aus der Union kommt.
Fast zeitgleich hat sich die Koalition auf weitere deutliche Einschränkungen des Asylrechts und den Ausbau der Abschiebepraxis geeinigt.
Viele der Abgeordneten, die uns das Recht auf selbstbestimmtes Sterben verweigern, schicken also Flüchtlinge zurück in den Tod.
Zum Beispiel in »sichere Zonen« Afghanistans, die gerade von den Taliban „gesichert“ werden.
Und ich dachte, geschäftsmäßige Sterbehilfe sei - unter Androhung von drei Jahren Gefängnis - gerade verboten worden…

zurück