Der Krieg

04.09.2015

Liebe Freunde,
Georg Heym, der vielleicht wichtigste Lyriker des frühen literarischen Expressionismus, hat 1911, ein Jahr vor seinem frühen Tod - gerade mal 24-jährig - das Grauen des ersten Weltkriegs mit erschütterndem sprachlichem Bilderreichtum vorausgeahnt. Mich hat die Poesie Georg Heyms schon im zarten Alter von 14 Jahren stark beeinflusst und ich habe mir erlaubt, dieses geniale Gedicht nun weiter zu schreiben und zu vertonen, um es in unsere Zeit hineinzutragen.
Es wird solange Kriege geben, solange es noch einen Menschen gibt, der daran verdient, schreibt Bertolt Brecht. 
Und es wird verdient hierzulande, am Morden und Töten. Bei Heckler&Koch knallen schon seit geraumer Zeit die Korken der Champagnerflaschen.
Anfang 2014 hatte es Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel noch zur »Schande« erklärt, dass Deutschland zu den größten Waffenexporteuren gehört: »Wenn man die Waffen in die falschen Regionen gibt, kann es zu einem Geschäft mit dem Tod werden.« Nichts als Lippenbekenntnisse. Nach dem Jahrbuch 2015 des angesehenen internationalen Friedensforschungsinstituts SIPRI in Stockholm liegt Deutschland auf dem vierten Platz der größten Rüstungslieferanten der Welt – nach den USA, Russland und China.
Seien wir auf der Hut, Freunde.
PS.:
Ich danke „Lerche48“ für diese beeindruckende Bebilderung meines Liedes.
https://www.youtube.com/watch?v=Q47RlG9NwFU

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