Nun liegt es an uns

25.08.2015

Liebe Freunde,
die SPD-Zentrale musste wegen einer Bombendrohung geräumt werden, brennende, geflutete, beschossene Flüchtlingsheime, unsägliche Hassmails, meist in einem Deutsch geschrieben, das vermutlich jeder neuankommende Flüchtling nach einer Woche Unterricht besser beherrscht - die Nazis und in ihrem Schlepptau die „besorgten Bürger“ fühlen sich stark und machen mobil.
Nun liegt es an uns jeden Ansatz von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenhass im Keim zu ersticken.
Ein Aufschrei muss durch dieses Land gehen, und eine überschwänglich herzliche Umarmung aller asylsuchenden, gepeinigten und nicht zuletzt durch deutsche Waffenlieferungen in entsetzliche Not getriebenen Mitmenschen ist das Gebot der Stunde.
Viele rechtsextreme Parteien mogeln sich auf unsere Stimmzettel. Ob die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), Der III Weg, Bund für Gesamtdeutschland, Bürgerbewegung pro Deutschland und wie sie sich auch nennen mögen - sie alle verfolgen antidemokratische Ziele und bedienen sich schamlos demokratischer Rechte. 
Dem hervorragenden Buch Helmut Ortners „Der Hinrichter“, ein Buch über Roland Freisler und die Verbrechen der Justiz in der Nazizeit, habe ich Ausschnitte einer Rede Hitlers entnommen, die er drei Jahre vor dem Ermächtigungsgesetz vor Parteigenossen in München gehalten hat: 
„Wir Nationalsozialisten haben niemals behauptet, dass wir Vertreter eines demokratischen Standpunkts seien, sondern wir haben offen erklärt, dass wir uns demokratischer Mittel nur bedienen, um die Macht zu gewinnen, und dass wir nach der Machtergreifung unseren Gegnern all die Mittel rücksichtslos versagen werden, die man uns in Zeiten der Opposition zubilligt…“
"Die Rechte" - um nur ein Beispiel zu nennen - ist in Nordrhein-Westfalen entstanden und hat am 20. April 2014, Hitlers Geburtstag, in München ihren ersten bayerischen Kreisverband gegründet, Vorsitzender wurde Hasselbach. Jener Hasselbach, der in einer Rede auf jenem Landesparteitag sagte: "Bei uns ist der Nationalsozialist in unseren Reihen genauso willkommen wie der Nationalkonservative oder der Nationalliberale.“ (SZ)
Soll man derart Gesinnten ein Demonstrationsrecht einräumen?
Jedenfalls müssen wir uns vor all jenen hüten, die sich demokratischer Mittel nur bedienen, um sie dann abzuschaffen.
Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!
Und noch was, ihr „besorgten Bürger“: wir haben in unserer Nachbarschaft lieber 1000 Flüchtlinge als einen Nazi.

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