Mögen wir jetzt gemeinsam singen, bis die Steine und die Versteinerten Risse bekommen

06.07.2015

Liebe Griechinnen, liebe Griechen,
ich freue mich sehr über euer „Oxi“, denn das ist nicht nur ein Nein gegen das Austeritätsdiktat, es ist auch ein Ja zu einem anderen, sozialen, demokratischen und solidarischen Europa.
Und es ist eine Ohrfeige für die machtorientierten und undemokratisch gesinnten EU-Bürokraten, Politiker und einen Großteil der Leitmedien in Griechenland und in Deutschland.
„Abschied eines Rechthabers“ nennt Stefan Kaiser seinen arroganten Beitrag heute im SPIEGEL online über den Rücktritt von Yanis Varoufakis und regt sich darüber auf, dass er sich beim Klavierspielen ablichten liess. Die Leitmedien bleiben sich leider auch nach dem Referendum treu in ihrer überheblichen Missachtung des demokratischen Aufbegehrens dieses schönen Landes.
„Der Umgang mit Griechenland zeigt: Die Bürgerlich-Rechtskonservativen haben Europa voll im Griff. Alternativen gibt’s nicht mehr …und soll es auch nicht mehr geben“, schrieb Albrecht Müller zu Recht am 1.Juli in seinen „Nachdenkseiten“.
Eine kleine Chance gibt es jetzt wieder. Seien wir solidarisch mit den mutigen Griechen, die sich nicht gebeugt haben: Würde
war wichtiger als der gesperrte Bankautomat.
Mein Freund Henning Zierock von „Kultur des Friedens“ schickte mir heute diese Übersetzung eines Liedes von Mikis Theodorakis und Janis Ritsos:

„Mikros laos .....Kleines Volk - kämpft ohne Schwert und Kugeln
für das Brot der ganzen Welt, das Licht und das Lied;
unter der Zunge hütet es Seufzer und Jubelrufe
und wenn es anhebt, davon zu singen,
bekommen die Steine Risse“

Mögen wir jetzt gemeinsam singen, bis die Steine und die Versteinerten Risse bekommen.
https://www.youtube.com/watch?v=sjnM7I2Wre4

 

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