Ein kleiner Lichtblick

09.04.2015

Liebe Freunde,
„Umstrittener Besuch des griechischen Ministerpräsidenten in Moskau - so hieß es im Deutschlandfunk am 8. April. Ganz selbstverständlich und ohne An- und Abführung: umstrittener. Und dann wundern sich unsere Hauptmedien, dass ein paar wache Köpfe diese kaltblütige Propaganda nicht mehr mitmachen und auf den Foren der Meinungsbildungseliten Kritik üben. Offenbar haben die Hauptmacher der Propaganda nicht einmal mehr eine kleine Ahnung davon, wie eine demokratische Berichterstattung aussehen müsste“, schreibt Albrecht Müller zu Recht in seinen immer wieder lesenswerten und wichtigen „Nachdenkseiten“.
Wie mit Tsipras in unseren Medien umgegangen wird, ist streckenweise nur noch als skandalös zu bezeichnen. Manchmal spürt man so richtig die Angst gewisser Kreise, es könnte sich der griechische Protest und das Wahlverhalten der griechischen Bevölkerung auf andere Länder übertragen, die sich die Zwangsauflagen einer unmenschlichen Wirtschaftspolitik und des verbrecherischen IWF nicht mehr bieten lassen wollen.
Michael Jäger spricht im Freitag von einer „Demontage der Demokratie“:
„Da sie (die EU) noch immer keine „überzeugende Reformliste“ aus Athen bekommen haben will, hält die EU 7,2 Milliarden Euro an Notkrediten, die schon in Aussicht gestellt sind, weiterhin zurück. Auch ein Teilkredit ist nicht drin. Auch nicht einen Tag vor dem Rückzahlungstermin. Wenn aber Tsipras an diesem Tag mit Putin verhandelt, ist das „nicht akzeptabel“. Was geht hier vor, wenn nicht, dass Griechenland zur bedingungslosen Kapitulation aufgefordert wird? So ging man früher mit Staaten um, die anschließend Kolonien wurden.“
Diese Kolonialisierung betreibt der IWF schon seit Jahrzehnten.
Ein kleiner Lichtblick in der dunklen Zeit abhängiger Berichterstattungen ist, dass es noch Medien wie die „Nachdenkseiten“ und den Freitag gibt!
http://www.nachdenkseiten.de/?p=25660

zurück