Seien wir wachsam

01.02.2015

Liebe Freunde,
"der Wahlsieg von Syriza könnte Signalwirkung für Europa haben - Europas Albtraum Alexis Tsipras - steht ein Linksruck bevor?" So oder ähnlich lamentieren die meisten Medien hierzulande. Man spürt aus jeder Zeile, wie sie sich gruseln ob dieser Aussichten, wie sie ihre Felle davonschwimmen, ihre Aktien in einen bodenlosen Keller fallen sehen. Man hat fast das Gefühl, die sogenannten Leitmedien sind mittlerweile allesamt Pressesprecher der Kanzlerin.
Wie Georg Diez in SPIEGEL-online so richtig schreibt:
„Immer voll auf Merkel-Linie….Der Trend geht zum Verstehen, wenn es sich um Opposition von rechts handelt, der Trend geht zum Verdammen, wenn es um Opposition von links handelt - die einen, Syriza, sind "Populisten", die anderen, "Pegida", sind "besorgte Bürger.“
Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise ist eine Logik der Macht und der angeblich notwendigen Maßnahmen entstanden, fast ein Maßnahmenstaat, der seine Entsprechung findet in einer Publizistik, die in ihrer Argumentation immer enger, egoistischer, nationaler geworden ist und damit zu einem Sprachrohr der Alternativlosigkeit.
In Spanien jedenfalls läuft sich gerade eine linke Bewegung warm, die beste Chancen hat, stärkste Kraft beim Urnengang im Herbst zu werden. Und damit der menschenverachtenden Troika, diesen Robotern der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds, die kalte Schulter zu zeigen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es nun einige von diesen enorm wichtigen Damen und Herren der oberen Etagen gibt, die sich fieberhaft den Kopf zerbrechen, wie man diese lästige Demokratie in Europa endlich abschaffen kann. Wenn sie dem Geldscheffeln aber auch so im Weg steht….
Um an dieser Stelle an die tapfere, streitbare, großartige US-amerikanische Anarchistin und Friedensaktivistin Emma Goldman zu erinnern:
„If voting changed anything, they'd make it illegal.“
Seien wir wachsam.

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