Aufklärung ist das Gebot der Stunde.

19.12.2014

Liebe Freunde,
über 70 Prozent der KommentatorInnen meines letzten Blogs auf facebook sind anderer Meinung als ich. Das ist Demokratie und ist - auch wenn es mich nicht freut - selbstverständlich in Ordnung.
Die Art und Weise, auf welche Art einige von ihnen anderer Meinung sind, erschreckt mich allerdings.
Eine Wortwahl, die, um es höflich auszudrücken, von seltsamen Geschmack zeugt, ein Wortschatz und eine Orthographie, die darauf schließen lassen, dass diese Kommentatoren des Schreibens nicht wirklich mächtig sind.
Und das bedeutet, dass er oder sie auch nicht viel liest.
Das ist erst einmal ja jedermanns und jederfraus eigene Sache. Das Problem ist aber, dass Menschen, die nicht viel lesen, auch keine Übung darin haben, einen Text nicht nur ausschließlich durch die Brille der eigenen engen Interpretation zu lesen, und deshalb vielleicht einige Zusammenhänge einfach nicht verstehen wollen oder können. Und dass Menschen, denen die Worte zum Argumentieren fehlen, manchmal eher zum Baseballschläger greifen, um ihren dumpfen Gefühlen durch Gewalt Ausdruck zu verleihen.
Ja, wir müssen bereit sein auch unsere Feinde in den Arm zu nehmen.
Aber wir dürfen uns auch nicht durch ihr Weltbild verbiegen lassen.
Wir müssen standhaft bleiben in unserer Meinung.
Aufklärung ist das Gebot der Stunde.
„Der Sieg des Finanzkapitalismus führt zur Krise der parlamentarischen Demokratie“, schreibt Augstein. So ist es, der Sieg des Finanzkapitalismus und nicht die Flüchtlinge. Und nicht der Islam
„Der Sachverhalt lässt sich ja schnell klären. Wie hoch ist der Anteil von Muslimen in Deutschland heute? Fünf Prozent. Wie hoch wird er nach seriösen Schätzungen im Jahr 2050 liegen? Bei sieben Prozent. Die "Islamisierung" fällt also aus“.
Und wenn mich 99 Prozent der Kommentatoren hier niederwalzen wollten - wir heißen die Flüchtlinge, die Armen, die Ausgegrenzten, die Verletzten, die Hungernden willkommen.
Am 22.12.14, 18.00 Uhr auf dem Max-Joseph-Platz vor der Staatsoper München!

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