Für kurze Zeit in die Netzfreiheit

24.08.2014

Liebe Freunde,

Wo ich im Wort nicht weiterkann:
gedrängte Stunden. Nächtelang
nur Innenwelt. Und dann?

Oft, unter einem Baum zu sitzen
ist mehr Bestimmung als der Drang,
sich Formen aus der Brust zu schnitzen.

Da werden Skizzen manchmal Bilder
die übersetzen in die Zeit
und stimmen milder.

Uraltes fällt mir wieder ein
und, aufgehoben in der Ewigkeit
lass ich mich sein.

mit diesem Gedicht von 1980 möchte ich mich von euch für kurze Zeit in die Netzfreiheit verabschieden.
Je älter ich werde, um so wichtiger wird es mir „unter einem Baum zu sitzen“, um mich wieder zu sammeln und mich der geistigen Welt zu widmen.
Wenn ich hier etwas schreibe, ist das nie aus der Sicht eines Oberlehrers oder gar selbsternannten Gurus, sondern einzig aus der Sicht eines Suchenden, oft auch Zerrissenen, der sich seiner Unzulänglichkeiten stets bewusst ist.
So vieles gibt es noch zu lernen, zu entdecken, zu korrigieren, wieder gut zu machen.
Wenn man sich nur mit der Aussenwelt beschäftigt, passiert es leicht, dass man an ihr zerbricht.
Aber wie viel „Aussen“ ist vielleicht nur die ganz subjektive Sicht eines egoistischen Innenlebens?
Wie viel Realität ist nichts anderes als das, was wir uns in die Wirklichkeit hineindenken?
Kann man dem je auf die Schliche kommen?
Ich wünsche euch alles Liebe und besinnliche oder auch einfach nur herrlich vergnügte letzte Sommertage!

zurück