Pazifismus - Teil 3

16.08.2014

Pazifismus - Teil 3:

Liebe Freunde,
ich glaube den Bildern, die uns je nach Bedarf vorenthalten oder vorgeführt werden, schon lange nicht mehr. Wer berichtet zum Beispiel noch von Syrien, wo die ISIS vielen doch ganz nützlich ist, weil sie gegen Assad kämpft? Wer erinnert sich noch an die Kriegslügen Gleiwitz und Tonkin, an die „Massenvernichtungswaffen“ Saddam Husseins? Alles verdrängt, um neuen Lügen Platz zu geben?
Und können Bilder und sogenannte Tatsachen nicht heute noch viel perfekter gefälscht und manipuliert werden als damals?
Aber einer Sache bin ich mir sicher:
Krieg ist das Geschäft alter reicher Männer, bei dem junge Männer abgeschlachtet werden. Je älter ich werde, um so mehr habe ich den Verdacht, dass seit Jahrtausenden schon die Eifersucht und der Neid alter Männer auf Jugend und Schönheit eine große Rolle gespielt haben mag. Ich wünsche mir keine Frauen an der Macht wie Merkel und Clinton - sondern machtvolle Frauen , die das ewig kriegsgeile Patriarchat aus den Angeln heben.

Und als der nächste Krieg begann
da sagten die Frauen: Nein
und schlossen Bruder, Sohn und Mann
fest in der Wohnung ein.

Dann zogen sie in jedem Land
wohl vor des Hauptmanns Haus
und hielten Stöcke in der Hand
und holten die Kerls heraus

Sie legten jeden über's Knie
der diesen Krieg befahl:
die Herren der Bank und Industrie,
den Minister und General.

Da brach so mancher Stock entzwei
und manches Großmaul schwieg.
In allen Ländern gab's Geschrei,
doch nirgends gab es Krieg.

Die Frauen gingen dann wieder nach Haus
zu Bruder und Sohn und Mann
und sagten ihnen: der Krieg sei aus.
Die Männer starrten zum Fenster hinaus
und sahen die Frauen nicht an…

Erich Kästner
Fantasie von Übermorgen

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