Was wäre, wenn...

22.08.2014

Liebe Freunde,
was wäre, wenn die ISIS-Terroristen nach wie vor von westlichen Diensten und von Finanzen über Golf-Emirate und Saudi-Arabien unterstützt würden, um gegen syrische Regierungstruppen ihre unsäglichen Verbrechen zu begehen?
Was wäre, wenn sie in Syrien nützliche Schlächter wären, da durch die Zerschlagung des syrischen Staates auch Stützpunkte der Russischen Föderation im Persischen Golf angegriffen würden?
Was wäre, wenn es dabei nicht zuletzt auch um große Erdgasvorkommen ginge?
Was wäre, wenn eine andauernde Instabilität im Nahen Osten geradezu erwünscht wäre, um militärische Dauerpräsenz damit zu rechtfertigen?
Was wäre, wenn es ohne die westliche Politik das augenblickliche Hauptproblem der stets gedemütigten Kurden, den 'Islamischen Staat' (IS), gar nicht gäbe?
„Jahrelang haben die USA die Waffenlieferungen Saudi-Arabiens und anderer Golfstaaten an syrische Terroristen wohlwollend durchgewinkt. Saudi-Arabien - Deutschlands angeblicher 'Stabilitätsanker' - besitzt ja Waffen im Überfluss. Vor allem westlicher, auch deutscher Produktion. Aus einigen dieser von den Saudis ausgerüsteten Organisationen entstand ISIS, die sich später in 'Islamischer Staat' (IS) umbenannte“, schreibt Jürgen Todenhöfer.
Was wäre, wenn wir einige dieser Waffen, die wir jetzt an die bedrängten Kurden liefern, schon bald in den Händen islamistischer Mörderbanden sehen würden?
In Mali, Zentralafrika, Nigeria?
Was wäre, wenn all dieser Wahnsinn wohlgelitten wäre, um dann immer wieder aus „humanitären Gründen“ eingreifen zu können, wieder Waffen verkaufen zu können, die Welt in Unruhe zu halten, anstatt endlich zuzugeben, dass das kapitalistische System immer wieder Kriege braucht, um sich am Leben zu halten und seine Statthalter weiter zu bereichern?
Kapitalismus war schon als Kind Scheiße, hab ich als Graffiti mal gesehen.
Und es gefällt mir immer besser.
Ja, Freunde, was wäre, wenn wir einfach andauernd unglaublich betrogen und belogen und beschissen würden von Menschen, deren Gier nach materiellem Reichtum unersättlich ist?
Und von deren Handlangern, den großen Medienkonzernen?
Was wäre dann, wenn das so wäre?
Was wäre, wenn die Demokratie schon lange auf dem Altar der Geheimabsprachen der Konzerne geopfert worden wäre?
Wenn die Zentralbanken, in denen die Entscheidungsträger ja doch nie gewählt werden könnten, schon seit langem mehr zu sagen hätten als die sogenannten demokratischen Staaten? Die Europäische Zentralbank, die EZB, zum Beispiel stellt ja einen Zusammenschluß europäischer Privatbanken dar, nicht eine Institution der EU!
Was wäre, wenn gar nicht mehr Demokratie drin ist, wo Demokratie draufsteht?
Was wäre, wenn Demokratie nichts als ein Etikettenschwindel wäre?
Ich glaube weiter an die Kraft der Veränderung.
Aber zuallererst müssen wir uns gegen die Nebelkerzen wehren, mit denen wir täglich beschossen werden.

Und wenn wir dann sähen, dass dieses „was wäre wenn“ auch so ist und nicht nur wäre, würden wir dann endlich aufstehen?
Was wäre, wenn wir kein Wunder bräuchten, sondern eine Revolution?

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