Frühlingsglaube

30.03.2014

Liebe Freunde,

nicht immer bin ich mit dem großen Denker und Philosophen Theodor Adorno einverstanden, wenn er über Musik schreibt.
Aber in diesem Fall hat er sich selbst übertroffen. Besser kann man die Wirkung von Schuberts göttlicher Musik nicht beschreiben:
"Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen: so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; weil wir so noch nicht sind, wie jene Musik es verspricht."
Kann man je so sein, wie es diese Musik verspricht?
Ein Frühlingsgruß mit Dietrich Fischer-Dieskau und dem Lied "Frühlingsglaube", das mich schon zu Tränen gerührt hat als ich noch ein kleiner Junge war. Und das ich damals mit leider für immer verwehter, glockenklarer Sopranstimme zu singen liebte.
Nun muss sich alles, alles wenden....

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Ludwig Uhland

http://m.youtube.com/watch?v=E_WMgEu63FA

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