So viel Stürmer-Deutsch hat es lange nicht mehr gegeben.

03.04.2014

Liebe Freunde,
Ein durchgeknallter Katzenkrimiautor namens Pirincci sondert verbalincontinent Müll im ZDF ab und die Moderatorin schafft es nicht, ihn auch nur irgendwie kritisch zu hinterfragen, während dieser armselig lieblose Mensch gegen Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer abhetzt.
Sein Buch - man möchte diese gedruckte Dummheit gar nicht so nennen - schafft es bei Amazon auf Platz eins der Bestsellerliste (steckt dahinter eine vorausschauend das eigene Werk kaufende Verlagsstrategie?). Die rechtsnationale "Junge Freiheit" jubelt: "Warum Akif Pirincci Recht hat". Der nennt derweil die Grünen eine Kindersexpartei und fühlt sich von "grün-rot-versiffter Politik" verfolgt. Sarrazin ist im Vergleich zu diesem Mann ein feinsinniger Intellektueller.
So viel Stürmer-Deutsch hat es lange nicht mehr gegeben. Das ist keine Sprache, deren sich der Mann bedient, sondern das sind Buchstabenflatulenzen. Normalerweise gehört dieser Autor in Therapie. Er hat einen veritablen Verfolgungswahn. Die Freiheit anderer Menschen erscheint ihm als existenzielle Bedrohung seines Lebens. Warum nur, frage ich mich? Ist sein eigenes Leben so langweilig und eintönig, dass Vielfalt es in den Grundfesten erschüttert?
Nun steht dieser gestörte und in erster Linie hilfebedürftige Mann in einer ganzen Reihe von Leuten, die sich als Opfer von "Meinungsdiktatur" und "Zensur" gerieren, wenn jemand ihnen klipp und klar sagt, dass ihre miese Hetze in einer solidarischen Welt keinen Platz hat. Man kann an sich nur noch gelangweilt abwinken bei diesem ewig selben Manöver.
Aber da sehe ich im Moment die große Auseinandersetzung um die Seele unserer Gesellschaft: fieberhaft und sehr verkaufsträchtig wird von den einen nach Sündenböcken aller Art gefahndet, um die Menschen gegeneinander aufzustacheln - damit nur ja niemand auf die Idee kommt, sich nach den Profiteuren der globalen gesellschaftlichen Schieflage zu erkundigen.
Und trotzdem bin ich zuversichtlich, denn uns gibt es ja auch noch und wir sind viele, wir sind gescheit, wir sind auch vernetzt und wir lassen uns nicht mit Hass vergiften. Und wenn wir uns selbstbewusst und ganz souverän auf den Standpunkt der Liebe und der Solidarität stellen, dann haben Hetzer wie dieser Herr Pirincci schlechte Karten. Schauen wir nicht wie das Kaninchen auf die Schlange auf die irren Attacken solcher Geistespygmäen. Besinnen wir uns lieber auf unsere Stärken und die Kraft der Solidarität! Schreiben und verbreiten wir unsere eigenen Texte und Bücher von ernstzunehmenden Autoren, die positive Lösungen anbieten und uns helfen, ein globales Miteinander aktiv zu gestalten.
Euer Konstantin

PS: Anbei eine exzellente Medienkritik von Stefan Niggemeier zum Thema.

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