Ein offener Brief, Mitunterzeichnung möglich

21.03.2014

Liebe Freunde,
Martin Luther King schrieb einmal: "Kriege sind schlechte Werkzeuge, um ein friedvolles Morgen zu beginnen."
Und wenn ich mich so quer durch die gängigen Medien informiere, beschleicht mich das dumpfe Gefühl, als würden einige der ach so klugen Köpfe der hohen Politik und in den hoch angesehenen Redaktionen mit dem Gedanken spielen, sich eventuell wieder dieser schlechten Werkzeuge zu bedienen.
Die Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) ruft in einem Offenen Brief an Medienvertreter zu einer verantwortlichen und lösungsorientierten Berichterstattung im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland auf. Diesen Brief habe ich mit unterzeichnet.
" .....Eine Politik der Konfrontation führt in die politische Sackgasse....Ideologisierung, Schwarz-weiß-Malerei und Freund-Feind-Denken sind nicht hilfreich, sowohl auf russischer als auf deutscher/europäischer Seite. Antirussische Reflexe sind kontraproduktiv.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: es geht nicht um die Verteidigung der Politik Putins oder einer berechtigten Kritik an Menschenrechtsverletzungen in Russland
Eine verantwortliche Politik und Berichterstattung unterscheidet aber nicht gute und schlechte Völker, sondern gute und schlechte politische Bedingungen, die sich verändern lassen.
Eine Politik zur Sicherung der Einflusssphäre sei es durch Russland oder durch die Nato muss überwunden werden. Sicherheit gibt es nur gegenseitig.
Die Beurteilung der Krisensituation ist von Doppelmoral gekennzeichnet.
"Das Recht des Stärkeren" wurde von verschiedenen Regierungen über die "Stärke des Rechtes" gestellt -nicht nur in der Ukraine. (Völker)- Rechtsverletzungen gibt es auf verschiedenen Seiten.
Der völkerrechtswidrige Krieg im Irak, begonnen mit Hilfe und Betrug der Medien, kostete bis heute mehr als 100 000 Menschen das Leben. Von Sanktionen oder anderen rechtlichen Konsequenzen für die USA und ihre Koalition der Willigen war nie die Rede. Auch im Krieg in Afghanistan werden die Menschenrechte verletzt.
Die Totalüberwachung durch die NSA ist eines demokratischen Rechtsstaates unwürdig. Dass der Whistleblower Edward Snowden nur in Moskau Asyl gefunden hat, ist auch für die europäischen Staaten beschämend.
Die Politik sollte sich im Jahre 2014 daran erinnern, dass zwei Weltkriege durch Deutschland verursacht wurden und vor allem die russische Bevölkerung einen hohen Preis dafür bezahlt hat. Die rechtsradikale Geschichte ist in Deutschland auch heute noch präsent, wie die NSU-Prozesse zeigen. Eine Beteiligung und Anerkennung von faschistischen Kräften in der ukrainischen Regierung ist inakzeptabel....."
Den vollständigen Brief, auch die Möglichkeit zu unterzeichnen, findet ihr unter:
http://www.kulturdesfriedens.de/

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