Danke Jo.

23.02.2014

Liebe Freunde,
höchste Zeit dem Freund zu danken, der es mir ermöglicht hat, trotz meiner Verletzung an der linken Schulter, meine Konzerte zu geben.
Ich kenne keinen feinfühligeren Pianisten - ein musikalischer Zauberer, der auf jedes Ritardando und Accelerando höchst sensibel einzugehen vermag, ja mehr noch als das, der meine Tempoveränderungen oft antizipiert, als könne er sich in jede meiner momentanen Stimmungslagen beim Singen mühelos hineinversetzen.
Sicher, wir spielen seit 25 Jahren zusammen, er kennt mich musikalisch wie kein zweiter Musiker, aber, bei dieser „Solotour“ spielen wir nicht zusammen wie sonst, sondern er muss sich meine ureigene improvisatorische Begleitung meiner Lieder zu eigen machen.
Und wie er das macht!!
Ich spreche natürlich - Besucher meiner Konzerte wissen es schon längst - von dem Ausnahmepianisten Jo Barnikel.
Dazu kommen noch seine überragenden pianistischen Fähigkeiten, wie - um nur ein Beispiel hervorzuheben - seine hohe Kunst der prima vista Transposition, die ihn befähigt, in jeder Tonart gleich virtuos zu spielen und so können wir, je nach Verfassung meiner Stimme, die Lieder mal etwas höher, mal etwas tiefer spielen.
(Ich muss zugeben, darum beneide ich dich Jo…)
Die beiden Konzerte am Freitag und Samstag, waren ein köstlicher Vorgeschmack für uns beide auf das, was im März in Deutschland und im April in der Schweiz noch alles kommen mag und sich entwickeln wird.
Ab und zu hält es mich nicht mehr und dann setz ich mich zu Jo auf die Klavierbank und dann wüten wir eben zärtlich mit drei Händen, so lang die linke noch nicht mitmacht.
Was haben wir nur für ein Glück, diesen Beruf - sogar noch verletzt - ausüben zu dürfen.
Es ist eine große Freude mit dir zu musizieren.
Danke Jo.

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