Einsteins Text für unsere Frau Kriegsministerin

30.01.2014

Liebe Freunde,
Am 31.1. bis 2.2.14 trifft sich die Polit-, Militär- und Wirtschaftselite der Nato-Staaten mal wieder in der Münchner Innenstadt, im Rahmen der sogenannten „Sicherheitskonferenz“.
Die „Siko“ ist ein in­for­mel­les Tref­fen zur Ko­or­di­nie­rung po­li­ti­scher und wirt­schaft­li­cher In­ter­es­sen – be­son­ders in Bezug auf Rüstungs­ex­por­te und Krie­ge.
Seit mittlerweile 50 Jahren treffen sich die Kriegsführenden der Nato, um vor laufenden Kameras der Weltöffentlichkeit Transparenz und ihr Interesse an Sicherheit auf der ganzen Welt vorzuspielen.
Albert Einstein, der wie kein anderer im Bereich der Physik mit überkommenen Vorurteilen und Denkgewohnheiten aufgeräumt hat, schwamm auch in politischen Fragen gegen den Strom und ließ sich nicht wie viele seiner Kollegen vom Strudel militaristischer und chauvinistischer Gefühle mitreißen. Und es ist kein Wunder, daß Krieg und Militär Gegenstand seiner ersten politischen Äußerung sind; sie verachtet er mit mindestens ebenso großer Emotionalität, wie sie von anderen verherrlicht werden:
,,... komme ich auf die schlimmste Ausgeburt des Herdenwesens zu reden: auf das mir verhasste Militär: Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun zu beteiligen! Ich denke immerhin so gut von der Menschheit, daß ich glaube, dieser Spuk wäre schon längst verschwunden, wenn der gesunde Sinn der Völker nicht von geschäftlichen und politischen Interessen durch Schule und Presse systematisch korrumpiert würde''
Bravo Herr Einstein! Schicken wir Ihren Text doch unserer Frau Kriegsministerin!

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