Ein ziemlich unerfreulicher Abend

23.09.2013

Liebe Freunde!

Ich hatte gestern einen ziemlich unerfreulichen Abend! Vermutlich nicht nur ich...

Sieht denn niemand diese Krise der parlamentarischen Demokratie? 28,5% der Wahlberechtigten haben gar nicht erst gewählt. Dazu kommen 15,8% für Parteien, die im nächsten Bundestag gar nicht vertreten sein werden - unter den Erstwählern betrifft das fast jede vierte abgegebene Stimme!

Und wir haben eine starke Einflussnahme der Medien und Konzerne erlebt. BILD am Tag vor der Wahl in alle Haushalte. Die Deutsche Post schickt via "EinkaufAktuell" ein CDU-Wahlplakat auf der Titelseite durch die Gegend. Dazu das Sperrfeuer gegen LINKE und Piraten. Ich fand, es war einfach unsäglich, wie die Wähler hier teilweise unverhohlen manipuliert wurde.

Der eher konservative Österreichische "Standard" schreibt: "Hurra, Angela Merkel darf Europa weiter kaputt machen. Aber was ist die Katastrophe der Merkel-Politik? Dass ihre Austeritätspolitik Europa Jahre der Stagnation eingebrockt, die Krise prolongiert und die Euro-Mitgliedsstaaten gegeneinander aufgehetzt hat."

Ja, es ist leider wahr: das Wahlergebnis zeigt auch, wie sehr die Solidarität in dieser Gesellschaft auf den Hund gekommen ist. Das ist bitter.

Allerdings erlaube ich mir schon den Hinweis, dass Rot-Rot-Grün eine Mehrheit von 4 Sitzen im neuen Bundestag hat. Kann die SPD mit ihrer Ausschließeritits nach links vielleicht endlich mal aufhören? Und wenn das nicht geht: dann verweigert Euch wenigstens einer neuen großen Koalition und macht Euch nicht schon wieder zum Steigbügelhalter der lächelnden Kanzlerin!

Alles in allem sehe ich keinerlei Anlaß, von unserem #AufrufzurRevolte abzurücken. Ganz im Gegenteil! Mich hat das gestrige Wahlergebnis darin bestärkt, dass die Opposition, die wir zur wirklichen Veränderung brauchen, eine außerparlamentarische Opposition sein muss.

Euer Konstantin

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