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11.08.2013

Liebe Freunde,

vielen Dank für eure rege Anteilnahme an meinem letzten Beitrag. Ich hab mich sehr gefreut über eure Kommentare, vieles hat mich zu weiterem Nachdenken angeregt. Ganz großartig fand ich auch, dass sich so viele, auch in persönlichen Nachrichten, so geöffnet haben und freimütig eigene Erlebnisse, Niederlagen, Tragödien schilderten.

Einen Beitrag habe ich gelöscht. Der Herr hat mir Prügel angeboten, er wollte mir "in die Fresse schlagen". Ich habe in meinem Leben oft festgestellt, dass es manche Menschen aggressiv macht, wenn man offen über seine Gefühle spricht. Der große Psychologe und Psychoanalytiker Arno Gruen hat in seinen Werken immer wieder darüber geforscht und geschrieben. Wie zum Beispiel die Zurückweisung im frühen Kindesalter zu einer schwach ausgebildeten Identität führt, und diese dadurch entstandene innere Leere oft kompensiert wird durch ein einfaches, polarisierenden Weltbild. Und zu einem "Verlust des Mitgefühls" führt - das mir liebste seiner Bücher.

Es ist schön und wichtig sich eben auch über eigenes Erleben und über Gefühle auszutauschen und nicht nur Erdachtes, oder gar vorgefertigte Ideologien, Dogmen und starre Gedankenkonstrukte um die Ohren zu schlagen. Ich halte das für eine Grundvoraussetzung konstruktiven Denkens und eines lebendigen demokratischen Miteinanders.
Ach ja, da jetzt sicher wieder die Demokratiefrage gestellt wird - ich habe schon an früherer Stelle ausführlich darüber geschrieben, dass ich gegenteilige Meinungen oder scharfe Kritik nie löschen würde. Aber alle rassistischen und persönlich beleidigenden, oder mich gar persönlich bedrohenden Kommentare.

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