Zum Fall Mollath

25.07.2013

Liebe Freunde,

die Entscheidung ist gefallen: Gustl Mollath muss in der Psychiatrie bleiben. Neue Fakten und Zeugen? Egal. Verfahrensfehler? Ja, aber nicht absichtlich begangen. Solche Methoden vermutete man bisher in ganz anderen politischen Systemen als im demokratischen Deutschland. Der Umgang mit dem Mann aus Nürnberg ist zum Verzweifeln, schreibt die SZ.

Was mit Herrn Mollath getrieben wird, rückt Bayern wieder mal in die Nähe eines Unrechtsstaates. Es soll uns wohl allen eindringlich zeigen, dass man sich gefälligst nicht mit Banken und Politikern anlegen soll. Hätte der Mann jemanden totgeschlagen, wär er heute bei guter Führung schon wieder in Freiheit. Und im Gegensatz zur geschlossenen Psychiatrie ist ein bayrischer Knast wie ein Luxushotel. Jetzt sollten wir alle für Gustl Mollath kämpfen, denn so etwas kann jedem von uns widerfahren:

Unbequem? Verrückt. Weggesperrt...

P.S:
Der Beschluss des Regensburger Landgerichts hat mir ein fast schon vergessenes Lied aus vergangener Zeit in Erinnerung gebracht....
(Hab leider keine You Tube Version gefunden)

Was macht der Herr Richter, wenn er Feierabend hat?
Hat er dann das Gerechtsein erstmal satt,
wird er dann eventuell mal banal
und sucht den richtigen Fernsehkanal?

Berichtet er seiner Frau, dass er statt zu richten
nur seinen Kragen gerichtet hat?
Oder hat er was, was er niemandem nennt,
und freut sich tierisch aufs Wochenend?

Denn am Sonntag, am Spielplatz, um dreiviertel zehn,
da läßt der Herr Richter sein Schwänzlein sehn.
Er braucht halt nun mal das Klein-Mädchen-Geschrei
als Ausgleich für seine Rechthaberei.

Ich glaube, das nimmt einen ganz schön mit,
wenn man täglich Sitte und Anstand vertritt.
Und hat nicht Angst vorm Jüngsten Gericht,
wer im Namen des Herrn dauernd Urteile spricht?

Ja, da kann´s schon mal sein,
daß einem ganz schön schlecht ist,
wenn man tagsüber hauptberuflich im Recht ist.
Aber wenn´s in der Seele so richtig brennt,
dann denkt der Herr Richter ans Wochenend:

Denn am Sonntag, am Spielplatz, um dreiviertel zehn,
da läßt der Richter sein hm... hm... sehn.
Ach hätt er das alles nur früher getrieben,
dann wär uns ein Richter erspart geblieben.

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