A dream - a drone

20.06.2013

Liebe Freunde,

„Kultur ist das Vergnügen, die Welt zu verändern“ schreibt Bertolt Brecht.

Seit 25 Jahren gibt es die Gesellschaft „Kultur des Friedens“. Vor 10 Jahren fuhr ich mit Mitgliedern dieser Gesellschaft, die unter anderem von Mikis Theodorakis, Christa Wolf, Mercedes Sosa und Hans Peter Dürr gegründet wurde, in den Irak. Mit meinen Freunden Henning Zierock und Heike Hänsel protestierten wir gegen den wieder mal auf einer Kriegslüge basierenden Einmarsch der Vereinigten Staaten von Amerika. Wir haben die Lügen noch sehr gut im Gedächtnis, diese Lügen, die anscheinend immer notwendig sind, um eine Invasion zu rechtfertigen, oder um der Waffenindustrie wieder mal ein Riesengeschäft zukommen zu lassen.

Folgenden Text veröffentlichte gestern die „Kultur des Friedens“ anlässlich der Rede Barack Obamas in Berlin.

Wir haben uns vom Kanzlerinnen- Küsschen nicht allzu sehr ablenken lassen.....

US Präsident Barack Obama wird seiner Rolle als Friedensnobellpreisträger nicht gerecht.

Berlin. Vor ausgewähltem Publikum hat der US Präsident bekannte Ankündigungen gemacht, Werte formuliert, die einer friedenspolitischen Überprüfung in der Realität nicht standhalten. Guantanamo will er schließen, Atomsprengköpfe verringern und eine gerechte und friedliche Welt bauen. Zeitgleich führt er einen unheilvollen Krieg in Afghanistan, will die syrischen Rebellen mit Waffen versorgen und setzt zahlreich "Kampfdrohnen" in verdeckten Kriegen ein. Mit dieser Politik will er Kriege gewinnen - aber verliert den Frieden. Es wäre angebracht, wenn er sich bei den Menschen im Irak für die Kriegsleiden entschuldigen und seinen Amtsvorgänger George Bush wegen Kriegsmanipulation vor ein Gericht bringen würde, anstatt den Aufklärer von Kriegsverbrechen, Bradley Manning, wegen Hochverrats zu verfolgen.

"Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung", sind Begriffe, die in der Amtszeit von Obama bislang leere Versprechungen geblieben sind.

Ein Friedensdemonstrant hat es mit einem Plakat auf den Punkt gebracht.

Martin Luther King : "I have a dream"
Barack Obama: "I have a drone"

zurück