Ein Rosenstrauch, neu gepflanzt

10.05.2013

Liebe Freunde,

ich musste mich jetzt eine Zeitlang etwas ausklinken, da ich mein neues Soloprogramm vorbereitet habe.

Wir sind zwar bis zum August mit ungebrochener Freude und "zärtlicher Spielwut" mit der ganzen Band unterwegs, aber übermorgen in Leoben, am Montag in Linz und am Donnerstag in der Schweiz, in Winterthur, werde ich wieder mal ganz allein den Bogen spannen zwischen den „Sadopoetischen Gesängen“, der „Kunst des Scheiterns“, vielen Gedichten und Liedern der letzen vierzig Jahre, bis hin zu „Absurdistan“.

Einige Lieder muss ich wieder richtig üben, da ich sie solange nicht gespielt habe und vieles wird sich sicher am Abend auch spontan ergeben. Lange war ich nicht mehr mit einem abendfüllenden Soloprogramm auf der Bühne und so musste ich mir einige Lieder wieder neu zurechtrücken.

Am 9. Mai haben wir, nach einer bewegenden Veranstaltung der „Kultur des Friedens“ im Landestheater, am Geschwister-Scholl-Platz in Tübingen einen Rosenstrauch gepflanzt, in Gedenken an die Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“. Ein Rosenstrauch, den wir schon vor Jahren pflanzten und der, von welchen Idioten auch immer, entfernt wurde.

25 Jahre „Kultur des Friedens“ das heisst für mich: 25 Jahre „Es geht ums Tun und nicht ums Siegen“!

Ich verbeuge mich vor dem ungebrochenen Engagement Henning Zierrocks und Heike Hänsels, von Mikis Theodorakis und Hans Peter Dürr, Reuven Moskovitz und Federico Mayor und vielen, vielen mehr, die dazu beitragen, dass diese Utopie einer gewaltfreien Gesellschaft nicht vom neoliberalen Kriegsgeschäft zertreten wird.

Rosenstrauch neu gepflanzt

Auf dem Bild sind zu sehen:

Der 92 Jährige Erich Schwarz, dessen Vater wegen Widerstand gegen das Naziregime 1940 in Mauthausen ermordet wurde. v.l.n.r. Konstantin Wecker,H.P.Dürr, Heike Hänsel, Federico Mayor, Henning Zierock, Erwin Schwarz, Reuven Moskovitz (Mütze) und durch seine Leibesgröße nicht zu übersehen - mein Freund Prinz Chaos der Zweite, der ein aufwühlendes Lied über den norwegischen Massenmörder Anders Breivik gesungen hat, in dem er die berechtigte Frage stellt, ob er wirklich nur ein durchgeknallter Einzeltäter war.

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