Boston und Afghanistan

17.04.2013

Liebe Freunde,

es ist furchtbar, wenn Menschen durch einen Bombenanschlag verletzt werden oder ums Leben kommen. Es ist entsetzlich, wenn ein 8 jähriger Junge durch eine Bombe aus dem Leben gerissen wird. Das Leid der Eltern, Verwandten und Freunde ist unbeschreiblich.

Ich würde mir wünschen, man würde auch über andere Kinder, die durch Bomben, Tretminen, Granaten und Gewehrschüsse ums Leben kommen, ebenso ausführlich berichten. Das wird dann gerne - wie vor kurzem wieder in Afghanistan - als Kollateralschaden entpersonalisiert. Das klingt dann so:

„Bei einem Nato-Luftangriff im Osten Afghanistans sind nach Angaben der Provinzregierung zehn Kinder und eine Frau getötet worden. Der Sprecher des Provinzgouverneurs, Wasifullah Wasifi, sagte am Sonntag, bei dem Bombardement seien am Samstag auch mehrere Menschen verletzt worden.“ (dpa vom 7.4.2013)

Sehr viel Ausführlicheres habe ich dann nicht mehr gelesen.

Ich bitte mich nicht misszuverstehen - ich beschwere mich hier nicht über die Berichte über die Bombenanschläge in Boston! Mir fällt nur ein Ungleichgewicht in der allgemeinen Berichterstattung auf, das einem irgendwann das Gefühl gibt, afghanische (und andere) Kinder seien weniger wertvoll als westliche.

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