Liedestoll in der Toscana mit Angelika Kirchschlager

16.01.2013

Liebe Freunde,

endlich ist es soweit. Die von uns so bewunderte österreichische Mezzosopranistin, Angelika Kirchschlager, ist in der Toscana angekommen und wir proben mit ihr unser neues Herbstprogramm.

„Liedestoll“ soll dieses Programm heissen, mit dem Linzer Spring String Quartet - meinem Publikum bestens bekannt - und natürlich Jo Barnikel. Auch Tim Neuhaus, der uns immer wieder bei „Wut und Zärtlichkeit" unterstützt hat, als Perkussionist und Schagzeuger, wird mit von der Partie sein.

In den nächsten Tagen werden wir aus unseren Programmen die Lieder aussuchen, die sich dafür eignen, von einer klassischen Sängerin, die immer wieder grenzüberschreitend musiziert hat und einem Liedermacher, der sich nie wirklich um Grenzen geschert hat, gemeinsam gestaltet zu werden.

In den letzten Stunden ist uns aufgefallen, wie sehr sich viele meiner Lieder doch an Schubert, Schumann oder Brahms orientiert haben und wie nahtlos man vom klassischen Lied übergleiten kann in Chansons neuerer Zeit. Ob Georg Kreisler oder Lucio Dalla - wir probieren jetzt mal alles aus was in unseren Augen zur Liedkunst gehört. Ein spannender Prozess. Da wird vieles auf der Strecke bleiben, einige großartige Ideen haben wir schon nach dem ersten Takt verworfen, anderes hat sich uns im Anspielen schon sofort erschlossen. Ich will euch gerne an diesem Entwicklungsprozess Teil haben lassen und an der Freude, die einem widerfährt, wenn man immer wieder eingefahrene Bahnen verlässt, um sich neuen musikalischen Abenteuern zuzuwenden.

Angelika ist eine großartige Künstlerin, nicht nur Sängerin, nein, eben auch Musikerin, Pianistin und Perkussionistin und vor allem ein besonders aufgeschlossener und warmherziger Mensch.

Und da passt sie eben so gut zu den vier Linzer Vollblutmusikern und Jo, diesem musikalischen Alleskönner.

Wir werden nun einige Tage in einem ziemlich kleinen Raum, mit einem ziemlich großen Flügel, mit vor Aufregung gerötetem Kopf, hemmungslos musizieren, ohne Scheu zu romantisch, pathetisch oder auch mal zu kitschig zu werden. Ein Abenteuer, dessen Ausgang noch nicht klar ist, aber für das wir ein sehr gutes Gefühl haben.
Das Wetter ist so schlecht, dass es uns nicht ablenkt und der Wein so gut, dass er uns auch nicht ablenkt.

Vielleicht kann ich euch in nächster Zeit mal ein kleines Video posten.

www.muenchenmusik.de

Mit lieben Grüßen
Euer Konstantin

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