Wir fordern ein Menschenrecht auf Frieden

21.07.2012

Liebe Freunde,

als ich gestern an einer Veranstaltung der Gesellschaft Kultur des Friedens in der Stiftskirche Tübingen teilnahm, erlebte ich, neben vielen bewegenden Momenten, die innige geistige und körperliche Umarmung zweier großartiger Männer, die eigentlich Feinde sein müssten, folgte man den gängigen Hetzparolen einer kriegslüsternen Welt.
Der aus Teheran stammende Literaturwissenschaftler Bahmann Nirumand und der Holocaustüberlebende Reuven Moskovitz reichten sich die Hände und versicherten uns, dass sich die iranische und die jüdische Bevölkerung nie bekriegen wollten. Es seien - so Nirumand - stets die Bestrebungen der Herrschenden den Hass zu schüren. Und Moskovitz, der sich schon sehr lange für die israelische Friedensbewegung engagiert, unterstrich die Notwendigkeit eines „Menschenrechtes auf Frieden“.

Ich hatte heute Morgen noch einmal die Gelegenheit, mit diesen unermüdlichen Kämpfern für Aussöhnung und Frieden zusammen zu sitzen und konnte die Warmherzigkeit dieser so jung gebliebenen alten Männer spüren.

Solche Begegnungen machen mir Mut, Mut nicht aufzuhören den Waffenherstellern und ihren Dealern - unter anderen unseren Politikern - weiterhin auf die Nerven zu gehen.

In unserer gemeinsamen Erklärung, die ich noch vollständig auf „Hinter den Schlagzeilen“ veröffentlichen werde, heißt es:
Vertrauen muss von unten wachsen, bei den Menschen, durch Unterstützung von Initiativen für das friedliche und solidarische Zusammenleben der Völker. Wir wehren uns gegen Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte, die nur Krieg und Leid in die Welt tragen und unterstützen die Aktion:
„Aufschrei -Stoppt den Waffenhandel!“ Keine U-Boote nach Israel und keine Panzer nach Saudi –Arabien - überhaupt keine Waffen in irgendeine Region dieser Welt.

Wohlstand darf nicht durch Tod erkauft werden.

Wir fordern ein Menschenrecht auf Frieden.

Wir mischen uns ein und arbeiten an der Entwicklung einer Kultur des Friedens, mit Alternativen zu einer an Wirtschaftsinteressen orientierten Außenpolitik.

Die deutsche und europäische Außenpolitik braucht eine Erneuerung durch eine kommunale Friedenspolitik, die sich an den Lebensinteressen aller Menschen orientiert im Sinne Arthur Rimbauds :

"Nur mit Brennender Geduld werden wir in die strahlende Stadt einziehen, die allen Menschen Licht, Gerechtigkeit und Würde gibt."

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