Kauft keine Eier mehr von perversen Kükenkillern!

21.05.2016

Liebe Freunde,
2015 wurden in Deutschland schätzungsweise 48 Millionen männliche Küken in der Legehennenproduktion getötet.
Geschreddert oder mit Kohlendioxid vergast.
Das verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz, so hat es das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen am Freitag in zweiter Instanz entschieden.
„Dem Verbot der Kükentötung stehen im Grundgesetz geschützte Interessen der Züchter entgegen“ heißt es und mir wird übel. Das ist ein brutaler Spiegel unserer Gesellschaft. „Geschützte Interessen“ der Wirtschaft sind wichtiger als Massenmord an Tieren.
Aber es kommt noch deutlicher:
Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) lehnt ein Verbot des Kükenschredderns zum jetzigen Zeitpunkt ab. Seine Meinung: "Bei einem Verbot würden die Brütereien in Deutschland schließen und ins Ausland abwandern", sagt Schmidt. Dort würden Küken aber ebenfalls geschreddert.
Mit diesem Argument könnte man ja demnächst auch das Steinigen von untreuen Frauen zulassen. Die werden in manchen Ländern, mit denen wir gute Waffengeschäfte machen, auch geschreddert.
Abwanderung ins Ausland ist nun mal das Totschlagargument für jede Schweinerei bestimmter Firmen und Konzerne.
Aber sollte man nicht einmal damit anfangen, nach eigenem Wissen und Gewissen zu handeln, statt jegliche Ethik der Diktatur des Marktes zu opfern?
In was für einer Welt leben wir, die das Lebendige dem Toten opfert? Das Leben dem materiellem Gewinn?
Das ist es was ich meine, wenn ich eine Revolution fordere: keine Guillotine, kein kriegerischer Aufstand, sondern ein Aufstand des Geistes, des Bewusstseins. Eine Revolution der Zärtlichkeit.
Kauft keine Eier mehr von perversen Kükenkillern.
Lasst sie pleite gehen.
Es geht nämlich auch anders. Die meisten Biohöfe schützen männliche Küken und ziehen sie groß.

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