Die Stille bei bestimmten Liedern

10.08.2010

Liebe Freunde!

Nun hab ich mich ja wirklich sehr lang nicht mehr zu Wort gemeldet und hab auch immer ein schlechtes Gewissen.

Andererseits gabs so viel zu tun und während der Konzerttourneen hab ich nie so große Lust zu schreiben.

Da konzentriere ich mich aufs Klavierspielen und Singen und genieße die Freude und Begeisterung meines großartigen Publikums.

Pablo Casals - der große Cellist - hat einmal gesagt:

"Es ist nicht der Applaus, der den Künstler ehrt, sondern die Stille."

Und dafür danke ich meinem Publikum jedesmal aufs Neue: für diese Stille bei bestimmten Liedern, die mir und uns allen auf der Bühne wiederum die Möglichkeit bietet uns ganz in die Musik und die Worte fallen zu lassen, zu versinken im Augenblick.

Oft frage ich mich, warum es mir nicht langweilig wird, so oft die gleichen Lieder zu singen, dieselben Ansagen zu machen.

Weil eben doch jeder Abend anders ist und immer wieder neu erfunden werden muss und weil ich meine Lieder immer wieder neu entdecke und interpretiere. Ja, sie machen mir immer noch Spaß, die teilweise ganz schön alten Gesänge, denn Ihr alle helft mir jedesmal aufs Neue dabei, diesen Spaß nicht zu verlieren.

In zwei Konzerten meiner viel zu kurzen Österreich-Tour habe ich ein kleines bayrisches Lied gesungen, das ich im Herbst geschrieben habe.

Ich wurde gebeten, den Text zu veröffentlichen, was ich gerne mache.

Nun freu ich mich erst mal auf die leider letzten Konzerte mit Hannes und dann werde ich mit meiner Familie für drei Wochen verreisen.

Ich wünsch euch allen einen herzerwärmenden Spätsommer!




Wann i nimmer weiter woaß im Durchanand
Von Lebn und Lust und Leid und Werdn und Sterbn
Nimm i mi aufd Nacht selber bei der Hand
Lass mi falln und schaug ind Stern


Wias da blinkt und blitzt und blüht am Himmelszelt
Werd mei Herz auf oamoi wieder froh
So unendlich weit ist doch die ganze Welt
No vui weiter als i denka ko


Und i werd ganz kloa
Kumm mir winzig vor
Fast als gabats mi
Nimmer mehr


Und i schenk mi her
Bin ois und neamand mehr
Nur a Tropferl
Im Meer

Euer Konstantin

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