6000 Jahre Kollektiv-Psychose der Menschheit

04.03.2010

Liebe Freunde!

Jetzt nur mal kurz und zwischendrin ein Dankeschön!

Christian, Marlies, Edith, Bernd, Wolfgang, Gudrun, Elmar, Marlene, Silvia, Dagmar, Otmar, Pommi, Gaby und Bernhard (obwohl ich nicht ganz eurer Meinung bin), Elisabeth, Waltraud, Mo und all die anderen, die ich jetzt schon wieder nicht erwähnt habe - vielen, vielen Dank für eure rege Anteilnahme an meinen Notizen und Liedern, ja ich muss schon sagen an meinem Leben. Das trägt mich, macht mir Mut und beflügelt mich im wahren Sinn des Wortes. Es bedeutet mir sehr sehr viel, dass euch meine Lieder berühren und meine Konzerte euch ermutigen.

Und nochmal muss ich sagen: auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind - wir wollen doch gemeinsam eine zärtlichere, mitfühlendere und poetischere Welt, eine Welt, die sich nicht ausschließlich an Gewinnmaximierung orientiert und in der man weniger belogen wird. 

Steve Taylor schreibt in seinem bemerkenswerten Buch „Der Fall“:

„Seit 6000 Jahren leidet die Menschheit an einer Art Kollektiv-Psychose. Im Spiegel beinahe der gesamten historischen Überlieferung wird deutlich, dass die Menschen - wenigstens bis zu einem gewissen Grad - ver-rückt waren. Das erscheint unglaublich, betrachten wir doch die Konsequenzen unserer Verrücktheit längst als normal.... So können sich die absurdesten und abscheulichsten Verhaltensweisen durchsetzen, zu Traditionen werden und fortan als normal, als natürlich gelten.“

Es wird für Menschen ganz üblich einander umzubringen, Männer erscheint die Unterdrückung der Frauen als ganz „natürlich“, Eltern die Dominanz über ihre Kinder, und für kleine, gesellschaftliche Gruppen wird es normal, eine enorme Machtfülle auf sich zu konzentrieren und damit große Gruppen anderer Menschen zu kontrollieren und zu beherrschen. (Das eindeutige Ziel der neoliberalen Ideologie.)

Ebenso „normal“ scheint es, Natur und Umwelt bis hin zum ökologischen Kollaps auszubeuten.

So wird das Streben nach unermesslichen Reichtümern, die man niemals aufbrauchen kann, für Menschen gleichermaßen „natürlich“ wie die ewige Jagd nach Erfolg, Macht und Ruhm.

Und selbst wenn es ihnen gelingt, Geld anzuhäufen und einen hohen Sozialstatus zu erlangen, finden sie es ebenso „natürlich“ niemals Zufriedenheit und Erfüllung zu finden, sondern in ihrem Innern ständigt unbefriedigt zu bleiben.

Wir müssen wieder lernen, inneren Frieden zu erlangen sonst wird dieser „Verlust des Mitgefühls“ (Arno Gruen) immer dramatischere Fogen haben. Die unselige Diskussion um die „Zwangsarbeit“ von Hartz 4 Empfängern ist nur eines von vielen Beispielen dafür!

(Und Westerwelle nur der vorgeschickte nützliche Narr für handfeste und antisoziale wirtschaftliche Interessen.)

Vor vielen Jahren habe ich geschrieben:

 

Daß dieser Mai nie ende! 

Ach Sonne, wärm uns gründlich! 

Wir haben kaum noch Zeit, 

die Welt verbittert stündlich.

 

Daß dieser Mai nie ende 

und nie mehr dieses Blühn -

wir sollten uns mal wieder 

um uns bemühn.

 

Uns hat die liebe Erde 

doch so viel mitgegeben. 

Daß diese Welt nie ende, 

daß diese Welt nie ende 

nur dafür laßt uns leben!

 

Noch sind uns Vieh und Wälder 

erstaunlich gut gesinnt, 

obwohl in unsern Flüssen 

schon ihr Verderben rinnt.

 

Auch hört man vor den Toren 

die Krieger schrein. 

Fällt uns denn außer Töten 

schon nichts mehr ein?

 

Uns hat die liebe Erde 

doch so viel mitgegeben. 

Daß diese Welt nie ende,

daß diese Welt nie ende -

nur dafür laßt uns leben!

 

Wie schön, der Lust zu frönen! 

Es treibt der Wein. 

Der Atem einer Schönen 

lullt mich ein.

 

Daß dieser Mai nie ende 

und Frau und Mann, 

ein jedes, wie es will, 

gedeihen kann!

Uns hat die liebe Erde 

doch so viel mitgegeben. 

Daß diese Welt nie ende, 

daß diese Welt nie ende -

nur dafür laßt uns leben!

Euer In diesem Sinne: Nur dafür lasst uns leben
Euer Konstantin

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