Sonntag, der 17. Juni 2007

17.06.2007

Liebe Freunde!

Erstmal tausend Dank für eure Glückwünsche und Geschenke zum meinem Geburtstag - es war einfach überwältigend! die Herzlichkeit mit der ihr mir im Circus Krone begegnet seid wird mir immer im Gedächtnis bleiben und auch wenn ich zur Zeit die Kunst des Scheiterns propagiere: es ist schon sehr schön so einen eindeutig nicht gescheiterten Abend zu erleben... Wir haben ja mit Hilfe des Bayrischen Rundfunks eine DVD aufgenommen die im Herbst erscheinen wird und so werden auch all diejenigen, die keine Gelegenheit hatten zu kommen, etwas von dieser wunderbaren Atmosphäre erschnuppern können. Meinen Kollegen, die dieses Konzert mit ihren Auftritten erst zu dem besonderen Ereignis gemacht haben kann ich gar nicht genug danken. Und den Musikern der Wecker-Geburtstags-Band, den Technikern - Freunde seit vielen Jahren - und den so hilfreichen und kompetenten Mitarbeitern des Bayrischen Rundfunks - die Liste der Namen ist zu lang um alle einzeln aufzuzählen.

Gestern hatte ich beim Parteigründungstag der Linken in Berlin einen kurzen Auftritt und spielte "Was passierte in den Jahren" und "Sage Nein". Ich habe dort ein Gedicht von Lothar Zenetti gelesen und bin gebeten worden meine einführenden Worte und diesen Text noch einmal zu veröffentlichen:

Liebe Freunde!
Ich war nie in meinem Leben Mitglied einer Partei und ich habe auch nicht vor das zu ändern. Denn ich bin bis heute der Meinung, dass die Politik poetischer werden muss und nicht umgekehrt.
Trotzdem bin ich gerne heute hier, weil ich der festen Überzeugung bin, dass diese neue Linke eine geradezu unerlässliche demokratische Notwendigkeit ist. Ich wünsche uns allen, dass diese junge Partei sich bewegt und vor allem eine Bewegung bleibt und kein seelenloser Apparat wird. Dass diese Partei von Menschen beseelt wird, Menschen, die ein großes und mitfühlendes Herz haben für alle Ausgegrenzten und seitlich Umgeknickten, für alle Opfer eines hemmungslos gierigen, unmenschlichen und kriegerischen Neoliberalismus.

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen
Was keiner sagt, das sagt heraus
Was keiner denkt, das wagt zu denken
Was keiner anfängt, das führt aus.

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr´s sagen
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben
Wenn alle mittun, steht allein.

Wo alle loben, habt Bedenken
Wo alle spotten, spottet nicht
Wo alle geizen, wagt zu schenken
Wo alles dunkel ist, macht Licht.

Lothar Zenetti


Anmerkung Büro Wecker: Wir danken dem Strube Verlag
www.strube.de
ganz herzlich für die Abdruckgenehmigung.

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