Freitag, der 1. Februar 2008

01.02.2008

Liebe Freunde!

Während ich das schreibe, läuft eine gespenstische Debatte über die weitere Rolle der Bundeswehr in Afghanistan. Angeblich war das ja nur ein Friedenseinsatz. Wenn man den Medien so glaubt, ist das ganze Einsatzgebiet übersät mit Brunnen, die unsere Jungs für die leidende Bevölkerung gebohrt haben... und jetzt wird der Einsatz wohl auch offiziell das, was er in Wahrheit schon die ganze Zeit ist: Krieg.

Wir leben längst im Krieg. Alles andere ist bittere Illusion, die nur in den weniger werdenden, militärisch beschützten Inseln des Wohlstands überhaupt noch glaubhaft sein kann. Aber der Krieg hat heute viele Gesichter. Und die schlimmsten Verbrechen finden täglich statt, ohne dass Kamerateams filmen und die Weltöffentlichkeit informiert wird. Ein Beispiel für diesen alltäglichen Krieg ist die Absicherung der EU-Außengrenzen. Nein, niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen. Sie steht längst. Mit Infrarotsichtgeräten, elektronischen Sperren, Hubschraubern, Großscheinwerfern, Polizeipatrouillen und Hunden werden die Grenzen der EU dicht gemacht, wird der Ansturm der Armen - Opfer unseres Geldirrsinns! - abgewehrt. Und auch hier gibt es Tote. Tatsächlich sind an den EU-Grenzen bereits mehr Leute getötet worden, als in 40 Jahren DDR an der deutsch-deutschen Grenze! Stasi 2.0 macht Schäuble. An den Außengrenzen gibt es das Projekt Berliner Mauer 2.0. Der extrem verdienstvolle Friedensaktivist und Europaabgeordnete Tobias Pflüger,den ich an dieser Stelle ganz herzlich grüße, hat jetzt eine Broschüre herausgegeben über FRONTEX. Hinter diesem Namen verbirgt sich die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen. Und hier erfährt man einmal, was an den EU-Grenzen wirklich los ist! Ich will Euch allen ans Herz legen, das zu lesen, das zu verbreiten, das Grenzregime der EU zu skandalisieren. Man kann die Broschüre über die Informationsstelle Militarisierung http://www.imi-online.de/2008.php3?id=1680 beziehen. Es wäre wichtig, dass sie in viele Kanäle eingespeist wird.

Euer Konstantin

zurück