Wann werden wir diesem pathologischen Wirtschaftssystem endlich Einhalt gebieten?

01.04.2016

Liebe Freunde,
die Solidarität der griechischen Bevölkerung den Flüchtlingen gegenüber ist beispielhaft für den Teil Europas, der von einer krankhaften Fremdenfeindlichkeit erfasst worden ist.
Aber während die Türkei mit Milliardengeschenken bedacht wird, wird Griechenland wirtschaftlich systematisch zu Grunde gerichtet.
Die Folgen der Sparpolitik fressen sich immer tiefer in die Gesellschaft. Die Wirtschaft ist am Boden, Menschen leben auf der Straße. Von den jungen Leuten hat kaum noch einer einen bezahlten Job. Niemand hier hat von den internationalen Programmen auch nur einen Cent gesehen.
War es das was Sie wollten, Herr Schäuble? Nur weil Ihnen eine linke griechische Regierung nicht in den neoliberalen Kram passte?
Medikamente bekommen viele nur von Sozialkliniken. Sie behandeln die Menschen ohne Krankenversicherung kostenlos. Einheimische wie Flüchtlinge. Die Ärmsten helfen den Allerärmsten.
Gerade erst hat die Regierung neue Gesetze beschlossen - auf Druck der Gläubiger: Wer Steuern oder Hypotheken nicht zahlen kann, soll schneller als bisher auf der Straße landen. Doch der große Ausverkauf hat gerade erst begonnen.
Wann werden wir diesem pathologischen Wirtschaftssystem endlich Einhalt gebieten?
Die Politiker können es nicht.
Die meisten sind wohl wie der Agrarminister Christian Schmid, der das erbärmliche Abschlachten von ungefähr 50 Millionen Küken pro Jahr mit folgenden denkwürdigen Worten verteidigt:
"Bei einem Verbot würden die Brütereien in Deutschland schließen und ins Ausland abwandern.“
Na klar Herr Schmid, das kennen wir doch: wenn ich’s nicht mach, macht’s ein Anderer.
Schon mal was gehört davon, dass man auch aus ethischen Gründen etwas tun sollte, ohne den wirtschaftlichen Nutzen in die Waagschale zu werfen?
Die 14 griechischen Urlaubs-Airports mit dem größten Potenzial gingen in fremde Hände – nicht zuletzt unter deutschem Druck. Die anderen Flughäfen ohne Perspektive darf Griechenland behalten. Berater war die Lufthansa-Consulting. Und der Zuschlag ging an die deutsche Fraport. Dahinter stecken das Land Hessen, die Frankfurter Stadtwerke und die Lufthansa mit zusammen fast 60 Prozent. Und sie können sich gleich doppelt freuen. Denn sie tragen kaum ein Risiko - sagen Insider.
Ja, leider, das war es, was Ihr wolltet, Ihr Habgierigen.
Was bedeutet auch ein Mensch gegen eine wertvolle Ware.
Was bedeutet schon das Leid der arbeitslosen GriechInnen gegen die unbändige Lust am Geldraffen.
Das war es leider, was Ihr wolltet und immer wieder wollt, Ihr neoliberalen Soziopathen.
So schrieb schon Heinrich Heine in seinem Gedicht „Weltlauf“:

Hat man viel, so wird man bald
noch viel mehr dazubekommen.
Wer nur wenig hat, dem wird
auch das wenige genommen.
Wenn du aber gar nichts hast,
ach, so lasse dich begraben –
denn ein Recht zum Leben, Lump,
haben nur, die etwas haben.

Unser Konto von „Hinter den Schlagzeilen“, auf das Ihr unter dem Stichwort „GriechInnenhilfe“ spenden könnt:
Inhaber: IHW
IBAN: DE16 2605 0001 0056 0154 49
BIC: NOLADE21GOE
Näheres dazu auf unserer Website
hinter-den-schlagzeilen.de
unter
helfen-wir-den-menschen-in-griechenland

P.S:
Ich habe zitiert aus dem Beitrag der Sendung PlusMinus im ERSTEN
von
Antonios Beys und Gunter Moskau

http://hinter-den-schlagzeilen.de

 

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