"Fluchtursache Krieg überwinden - Für ein Menschenrecht auf Frieden "

05.05.2016

Pressemitteilung, der Gesellschaft Kultur des Friedens vom 5. Mai 2016 

"Fluchtursache Krieg überwinden - Für ein Menschenrecht auf Frieden "

Die Gesellschaft Kultur des Friedens und Friedensinititiativen rufen auf zu 

Kundgebungen und Veranstaltungen anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung von Krieg und Faschismus am Samstag 7. Mai und Sonntag 8. Mai 2016 in Stuttgart

Am 8.Mai 1945 wurde die Menschheit von Krieg und Faschismus befreit. Mehr als 50 Millionen Menschen haben im 2.Weltkrieg ihr Leben verloren. Die  Vereinten Nationen wurden in der Hoffnung gegründet,: " Die Menschheit von der Geißel des  Krieges zu befreien und zukünftige Generationen davor zu bewahren ". 71 Jahre danach sind wir immer noch weit entfernt . Wir erleben weiterhin zunehmende Kriege und Flüchtlingsbewegungen. Mehr als 60 Millionen Menschen sind heute auf der Flucht vor Krieg und Armut.

Das "Recht auf Leben" wird in Kriegszeiten außer Kraft gesetzt. Durch die Anerkennung eines "Menschenrechts auf Frieden" müssen KRIEGE ILLEGAL WERDEN !

Am Sonntag, 8. Mai 2016 gibt es vor dem US-AFRICOM in Stuttgart-Möhringen eine Kundgebung und Konzert u.a. mit dem  Musiker Konstantin Wecker, der afghanischen Friedensaktivistin Malalai Joya, einem ehemaligen Bundeswehrsoldaten, Flüchtlingen, Henning Zierock (GKF) und Vertreter/Innen  der Friedensbewegung 

Der Aufruf für ein "Menschenrecht auf Frieden" ist unten beigefügt, ebenfals ein aktueller  Offener Brief an US-Präsident Obama, der bei den Kundgebungen in Tübingen und Stuttgart unterschrieben werden kann.

Wir bitten um Ankündigung und Berichterstattung

Mit freundlichen Grüssen, Henning Zierock, Gesellschaft Kultur des Friedens

Kontakt: Gesellschaft Kultur des Friedens, info@kulturdesfriedens.de, www.kulturdesfriedens.de

"Den Frieden gewinnen - nicht den Krieg": US-Kommando-Zentralen AFRICOM und EUCOM schliessen !
 
Am Mittw. 4.Mai 2016 trafen sich auf Einladung des US- Verteidigungsminister Carter, 1o Verteidigungsminister in der 
US Kommandozentrale EUCOM in Stuttgart-Vaihingen um den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) zu koordinieren. Es ging  auch um weitere militärische Operationen im Syrienkrieg und dies parallel zu den UN-Friedensverhandlungen in Genf. Der UN Beauftragte Mistura hat zu verstärkten Friedensbemühungen seitens der USA und Russland aufgerufen. 
Die Sprecher der von Saudi-Arabien unterstützten Söldnergruppen haben zur vollen Härte im Syrienkrieg aufgerufen.
Das Treffen in Stuttgart setzte - laut den Pressemitteilungen-, eher auf eine militärische als auf eine politische Lösung im Syrienkrieg.
 
Die Warnungen des neuen Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Europa und des US-Kommandos in Europa US-EUCOM, General Curtis Scaparrotti, an Russland sollen der Abschreckung dienen. Im Rahmen der NATO soll sich  die Bundesregierung  mit deutsche Truppen an der russischen Grenze in Osteuropa, eine Intensivierung der Kriege im Nahen Osten und an einer militärische Flüchtlingsabwehr im  Mittelmeer beteiligen. Die beiden in Stuttgart befindlichen US-Kommandozentralen, US-EUCOM und US-AFRICOM, sind dabei wichtige Schaltzentralen für diese Politik. Dort werden die NATO-Manöver in Europa und die weltweiten US-Drohneneinsätze koordiniert. Sie sind Teil der Infrastruktur für eine Militarisierung der Politik. 
 
US-EUCOM und US-AFRICOM sollen zu einem internationalen Zentrum für zivile Konfliktlösungen umgebaut  werden und das Gelände für sozialen Wohnungsbau und Unterkunft für Kriegs-Flüchtlinge genützt werden, die bislang von dort verursacht werden zahlreiche Friedensgruppen demonstrieren am Sonntag den 8. Mai 2016 um 15 Uhr vor dem US-AFRICOM in Stuttgart-Möhringen, Plieningerstrasse für diese Forderung
  
"Den Frieden gewinnen - nicht den Krieg": US-Kommando-Zentralen AFRICOM und EUCOM schliessen !
 
Der US-Präsident hat sich am 25. April in Hannover mit den Regierungschefs aus Frankreich, England, Italien und Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen, um sich über die US- EU-Politik, Fluchtursachen, Terrorismus und Sicherheitspolitik zu verständigen. Zu dieser  politischen- militärischen  Verständigung nimmt die Gesellschaft Kultur des Friedens Stellung.
Beigefügter Brief wird dem US-Präsidenten Barack Obama mit Unterschriften bei der Kundgebung vor der US-Kommandozentrale AFRICOM am 8. Mai 2016 zugestellt.  Dort gibt es einen Informationsstand mit Unterschriftenlisten.
 
In diesem Brief wird eine Friedenspolitik gefordert, die sich an den Lebensinteressen aller Menschen ausrichtet.Rohstoffausbeutung, Waffenexporte, militärische Interventionen, Drohnenkriege sind Teil der Fluchtursache von Armut und Krieg und Terror.
Diese Politik muss hinterfragt und verändert werden, d.h. die Fluchtursachen Krieg und Armut stoppen und nachhaltig überwinden. Das Problem des aufkommenden Terrorismus ist auch die Folge einer verfehlten Politik,  das nicht durch das Militär gelöst werden kann. Offener Brief an den US-Präsidenten und Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte.
 
Für die Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF),  Henning Zierock
email:info@kulturdesfriedens.de, www.kulturdesfriedens.de
 
Aufruf für ein "Menschenrecht auf Frieden",
Wir sind der Überzeugung, dass Frieden eine unabdingbare Voraussetzung für die Verwirklichung der Menschenrechte ist und fordern von den Vereinten Nationen, das "Recht auf Frieden" in die Charta der Menschenrechte aufzunehmen und durchzusetzen. Staaten und Regierungen müssen darauf verpflichtet werden, Konflikte ausschließlich mit politischen Mitteln zu lösen, um das Recht in Frieden zu leben für alle zu verwirklichen. Alle die Kriege vorbereiten, finanzieren und propagieren 
sind vor einem unabhängigen " Völkerrechtskriegstribunal" zur Verantwortung zu ziehen. Doppelstandarts für Rechtfertigung von Kriegen müssen aufgedeckt und verhindert werden. Nur dann lässt sich langfristig und nachhaltig eine Politik des Friedens durchsetzen.
 
Wir alle sind aufgefordert, frühzeitig Gewaltzuständen, Intoleranz und Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft entgegenzutreten und weltweit den Kult der Gewalt durch eine "Kultur des Friedens" zu ersetzen, um dazu beizutragen, "...künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren...", wie es in der Charta der Vereinten Nationen geschrieben steht.
 
Unterzeichner/innen sind u.a.:
Mary Robinson (ehem. UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Irland), Federico Mayor (ehem. Generaldirektor der UNESCO, Spanien), Adolfo Perez Esquivel (Friedensnobelpreisträger, Argentinien), Mikis Theodorakis (Komponist, Griechenland), Inti Illimani (Musiker, Chile), Maria Farantouri (Sängerin, Griechenland), Mercedes Sosa (Sängerin, Argentinien), Hamed Baroudi (Sänger, Algerien), Felicia Langer (Alternative Nobelpreisträgerin, Israel), Selim Beslagic (Kantonspräsident Tuzla, Bosnien-Herzegowina), Rafik Schami (Schriftsteller, BRD), Konstantin Wecker (Musiker, BRD), Eugen Drewermann (Theologe, BRD), Hans von Sponeck (ehem. UN-Beauftragter für Irakhilfe, BRD.
 
Welthaus Stuttgart, Charlottenplatz 17
Kontakt: email: info@kulturdesfriedens.de,  www.kulturdesfriedens.de
 
Friedenskundgebung und Konzert u.a. mit Musiker Konstantin Wecker, Theodorakis Ensemble, der afghanischen Menschenrechtsaktivistin Malalai Joya, einem ehem. US-Drohnenpiloten, Daniel Lücking (ehem. Bundeswehrsoldat u.a. in Afghanistan), Ilse Kestin (VVN), Flüchtlingen,
Henning Zierock (GKF) und von Aktivisten aus der Friedensbewegung.
Im Anschluss: 18 Uhr, Solidaritätsveranstaltung in der Martinskirche, Stuttgart-Möhringen, Oberdorfplatz 1
" .die Menschheit vor der Geißel des Krieges bewahren"
Konstantin Wecker liest aus seinem neuen Buch" Dann mit dem Herzen denken",
Ein Aufschrei zur Flüchtlingsdebatte mit Musik, Liedern und Gästen.
Benefizveranstaltung zur Unterstützung von Flüchtlingsprojekten. Eintritt frei.
 
Veranstalter: GKF, in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis „AFRICOM und EUCOM schließen“ 
Kontakt: Gesellschaft Kultur des Friedens, info@kulturdesfriedens.de, www.kulturdesfriedens.de
Von Stuttgart soll Frieden ausgehen
 
Am Samstag den 7.Mai 2016 gibt es verschiedene Aktionen und Veranstaltungen
in der Innenstadt von Stuttgart zu denen wir alle Interessierten herzlich einladen.
15 Uhr am Mahnmal gegen Krieg und Faschismus, Stauffenbergplatz, Kundgebung
" Von Stuttgart soll Frieden ausgehen- Erinnern für die Zukunft " u.a.mit dem Historiker Dr.Gerhard Raff, einem ehem. Bundeswehrsoldaten und Friedensaktivisten.
17 Uhr "Wort und Musikwerkstatt " von 17-18.30 Uhr, Probe im Globalen Klassenzimmer Welthaus Stuttgart, Alle Interessierten sind zur kulturellen Mitwirkung am 8.Mai vor dem AFRICOM eingeladen." Variationen gegen den Krieg" (Sprech-Chor von B.Brecht) ," Trommeln für den Frieden " u.a. mit der " Lokomotive Stuttgart "
19.30 Uhr, Welthaus Stuttgart, Charlottenplatz 17, Hearing zur Rolle des US-AFRICOM, EUCOM,
der Bundeswehr und des sogenannten Krieges gegen den Terror mit Filmausschnitten, Kulturbeiträgen, Diskussion mit internationalen Gästen, Betroffenen, Flüchtlingen, VertreterInnen der Friedensbewegung.
 
Kontakt: email: info@kulturdesfriedens.de,  www.kulturdesfriedens.de
 

zurück