Donnerstag, den 16. August 2001

16.08.2001

Ich habe mir bislang nicht vorstellen können, dass der schlichte Versuch, ein Programm zu deinstallieren, zum völligen Zusammenbruch eines Computers führen kann.

Nun lass ich endgültig die Finger von überflüssiger Software und ihrer Entfernung und beschränke mich aufs Schreiben.

Fast zwei Wochen war nun mein PC auf Reha im hohen Norden und ich hoffe er hält wieder ein paar Monate durch.

Am Montag um 10 Uhr hat meine neue CD nun endlich das Mastering Studio verlassen und ich kann Euch hoffentlich in den nächsten Tagen ein paar Hörproben anbieten.

Ich bin froh, so lange gewartet zu haben, denn ich glaube, vor ein paar Jahren wäre mir dieser Liederbogen noch nicht so gelungen.

Die 17 Lieder drücken das, was mich (und ich glaube viele andere) zur Zeit bewegt, besser aus, als ich es in Worten allein erklären könnte.

Ich habe mich von meinen Liedern wieder überraschen lassen, und auf dieses Geschenk habe ich eben diesmal sehr lange warten müssen.

Ursprünglich war die sehr flüchtig hingeschriebene, fast improvisierte, erneute Zwiesprache mit meinem Freund Willy nicht zur Veröffentlichung auf CD vorgesehen. Ich wollte den Text, immer wieder etwas aktualisiert, ausschließlich live präsentieren.

Nun wurde ich aber auf meinen letzten Konzerten mit Hannes so oft gebeten, das Lied zu veröffentlichen, dass ich mich entschieden habe, einen Live Mitschnitt aus Wien als Bonus Track mit auf die CD zu nehmen.

Wer sich die CD nicht leisten kann oder will, kann sich auf jeden Fall diesen Willy III kostenlos in einigen Tagen aus dem Netz herunterladen.

Väter und Mütter, die sich, wie ich, damit nicht so gut auskennen, können ja ihre Töchter oder Söhne bitten...

Und zum Schluss wieder eine Buchempfehlung:

Nach seinem zweistündigen, freien Vortrag in der Münchner Lukaskirche, der mich wirklich umgehauen hat, habe ich sein neues Buch verschlungen:

Eugen Drewermann:

Wozu Religion?
HERDER spektrum
ISBN 3-451-27189-3

Ein engagiertes, politisches, radikales und spirituelles Gespräch über Mensch und Gott, Wahn und Machtgier und die Herrschaft des Marktes.
Und ein Buch, in dem einer davon spricht, dass "Dichtung womöglich wahrer ist als das Geschichtsbuch", muß einem wie mir einfach sympathisch sein

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