20.06.2009
"Friedensstadt Tübingen"

"Friedensstadt Tübingen"

Vom 22.-28.Juni finden in Tübingen verschiedene Veranstaltungen unter dem Motto "Friedensstadt Tübingen" im Bereich Bildung, Ökologie, Sport, Kultur und Frieden statt.

Das Projekt, von der Gesellschaft Kultur des Friedens initiiert, soll das beträchtliche Friedenspotential in dieser Stadt nach innen und außen stärken und sichtbar machen. "Friedensstadt Tübingen" - ein Gemeinschaftsprojekt für eine konkrete Utopie.

Internationale Gäste aus Kolumbien, Palästina/Israel, USA u.a. stellen exemplarisch Friedensprojekte vor, die mit der Stadt Tübingen verbunden sind. Mit dabei sind: Gloria Cuartas (Bürgermeisterin für den Frieden), Kolumbien, Ismail Khateeb (das Herz von Jenin), Palästina, Federico Mayor (ehem. Generaldirektor der Unesco), Spanien, André Shepherd (US-Kriegsdeserteur), USA, und viele andere.

Höhepunkt der Veranstaltunsgwoche wird am Samstag, 27.6., ein ganztägiger Friedensmarkt auf dem Marktplatz und daran anschließend ein open-air-concert mit Konstantin Wecker u.v.a. Künstlern sein.

Karten für das Friedenskonzert mit Konstantin Wecker gibt es beim Verkehrsverein Tübingen.

Kontakt für mehr Infos:

Gesellschaft Kultur des Friedens, Henning Zierock, Am Lustnauer Tor 4, 72074 Tübingen,

Tel. 07071-52200
email: info@kulturdesfriedens.de,
www.kulturdesfriedens.de

Detailinfos zu weiteren Veranstaltungen im Rahmen dieses Projekts:

23.Juni, 20h, Rathaus, Am Markt 1

"Was können wir lokal global bewirken?"

Diskussion über "Kommunale Frieden-und Außenpolitik" mit Gemeinderäten, Bundestagsabgeordneten und Friedensinitiativen.

Kommunale Außenpolitik hat in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Am Beispiel der Städte-Solidaritäts-Projektpartnerschaften sieht man die Entwicklung eines lokalen-globalen Bürgerengagement.Beginnend mit den deutsch-französischen Städtepartnerschaften, haben die Städte und Gemeinden eine Vielzahl von internationalen Kontakten entwickelt: von weiteren Partnerschaften nach Osteuropa, Israel und den USA, die vor allem vom Willen nach Aussöhnung nach dem Weltkrieg und die Verarbeitung der deutschen Geschichte geprägt waren, über internationale Hilfe in die sog. "Dritte Welt" und Osteoropa bis hin zur Mobilisierung für Abrüstung und Friedenspolitik vor Ort und für eine ökologisch verträgliche Lebensweise im Norden im Rahmen des "Klimabündnisses".

In Tübingen hat sich diese Geschichte der Städtepartnerschaften mit der russischen Stadt Petrosawodsk, Projektpartnerschaft mit der bosnischen Stadt Tuzla oder mit der peruanischen Stadt Villa El Salvador nachvollzogen. Jetzt soll auf Initiative des OB Palmers eine Verbindung mit einer Stadt in Afrika dazu kommen.

Die erleichterten Kommunikations-und Reisemöglichkeiten haben die Erfahrung fremder Lebenswelten und das Gefühl einer globalen Verantwortung bei vielen Menschen zu einer Selbstverständlichkeit werden lassen.
Überfällig sind mehr Bürgerkontakte in die islamische Welt, wie die jüngste Rede des US-Präsidenten Obama in Kairo deutlich gemacht hat. Durch einenen intensiven Austausch zwischen Vertretern der Gemeinde, Landes-und Bundespolitik mit Vertretern von Globalisierungs- und Friedensgruppen können wir neue Ansätze einer Friedenspolitik entwickeln, die auch auf europäischer Ebene wirksam werden sollen.


25.Juni 20 Uhr, Albert-Schweitzer-Realschule Tübingen, Westbahnhofstr. 25

"Gewalt in der Gesellschaft-Gewalt in der Schule?"

Diskussion über die Ursachen und Überwindung der Gewalt mit Vertreter/innen der Initiative Aktionsbündnis Winnenden, dem Tübinger Runden Tisch Gewaltprävention, Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen.

"Wer an den Problemen seiner Zeit nicht Anteil nimmt, wird mit der Zeit selbst zum Problem"

Wir erleben eine zunehmende Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft, vor allem auch unter Jugendlichen. Die Ursachen sind vielfältig. Kommerzialisierte Gewalt in den Medien, ob öffentlich-rechtlich oder privat, Verbreitung von Killerspielen, der ungenügend kontrollierte Zugang zu Waffen, sind einige Gründe, die von betroffenen Eltern kritisiert werden. Was fehlt sind mehr Beispiele und Vorbilder der Gewaltüberwindung in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit und der medialen Darstellung.
Deshalb möchten wir alle Interssierten herzlich zu dieser Diskussion einladen und Raum für Vorschläge und Beispiele der Gewaltüberwindung geben.



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