Was ist das für ein widerliches Spiel mit Worten?

04.07.2018

Liebe Freundinnen und Freunde,

noch vor einigen Monaten habe ich geschrieben, dass man den Herrschenden nicht die Deutungshoheit über Worte überlassen dürfe. Die Realität hat mich wieder einmal überholt. 

Unsere Politiker scheren sich nicht mehr um die Deutung ihrer Parolen. Sie basteln sich einfach neue Wortmonstrositäten zurecht.
2015 verkündete Sigmar Gabriel nach Verhandlungen mit der Union: „Transitzonen sind vom Tisch.“

Nun lehnt Frau Nahles in einem Pressestatement das Konzept der „Transitzentren“ nicht grundsätzlich ab.

Entscheidend für ihre Partei sei, dass diese Einrichtungen nicht so heißen!! Der Begriff „Transitzentren“ wecke zu viele Erinnerungen an die „Transitzonen“, über die im Flüchtlingsherbst 2015 gestritten worden war.

Für wie blöd hält man uns bitte? Was ist das für ein widerliches Spiel mit Worten?

Nennt es doch einfach „Internierungslager“, dann wird euch der Beifall derer gewiss sein um die ihr so buhlt. Der Beifall all derer, deren sattsam bekanntes Mantra lautet: „Wir sind keine Nazis, aber das wird man doch wohl noch sagen dürfen…“

Liebe SPD Mitglieder, an eurer Stelle würde ich meinen Ausweis öffentlich zu Grabe tragen, wenn eure Partei diesen so genannten Kompromiss mitträgt.

P.S.:
Zur weiteren Vertiefung des Themas möchte ich euch den Beitrag meines Freundes Roland Rottenfußer auf „Hinter den Schlagzeilen“ ans Herz legen
https://hinter-den-schlagzeilen.de/geeint-in-die-barbarei

 

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